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Selbstvergewisserung
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Selbstvergewisserung

Die Evidenz des Ökonomischen als Effekt der Grenzziehung zwischen 'Wirtschaft', 'Wissenschaft' und 'Politik'

22 Seiten · 4,04 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Zum Verhältnis Ökonomie und Politik wird von Stefan Scholl in seinem Beitrag dabei die Rolle der akademischen Ökonomen hinterfragt. Indem diese ihr Wissen um das Ökonomische als 'unpolitisch', die reinen 'Sachgesetze' des Ökonomischen betreffend vertreten, etablieren sie sich zu Fürsprechern einer autonomen ökonomischen Rationalität, die 'der Politik' gegenüber spezifische Ansprüche und Handlungsanforderungen stellt. Die wissenschaftlich-ökonomische diskursive Selbstvergewisserung dabei bringt die Abgrenzung von 'Wirtschaft', 'Wissenschaft' und 'Politik' und damit die Evidenz eines autonomen ökonomischen Bereiches erst hervor und dies – so der Autor – hat weitreichende Folgen für gesellschaftliche und politische Machtverhältnisse und Handlungsmöglichkeiten. Entlang der Zeiten Vor-Weimarer Zeit, zu Zeiten der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus als auch innerhalb der Planungsdebatte in der BRD nach 1945 zeigt Scholl, wie sich das Verständnis eines 'Außen' der Politik gegenüber dem 'Innen' einer Ökonomie herausbildete und verfestigte. Zum einen war dieses 'Außen' konstitutiv für das 'Innen', also die 'Evidenz' und 'Eigenmächtigkeit' der Ökonomie, auch als Disziplin. Ebenso entsteht erst über die Abgrenzung von einem 'Außen', d.h. dem Politischen, die Evidenz eines eigenen autonomen Bereiches ökonomischer Gesetzmäßigkeiten, Strukturlogiken und Handlungsmuster, über den ÖkonomInnen im 'wissenschaftlichen' ökonomischen Diskurs Deutungsmacht beanspruchen und diese wiederum gegenüber 'der Politik' geltend machen. Und zudem wurde damit die Politik immer ökonomischer und die Ökonomie immer politischer.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissen! Welches Wissen?
Katrin Hirte, Sebastian Thieme, Walter Otto Ötsch:
Wissen! Welches Wissen?
the author
Dr. Stefan Scholl
Stefan Scholl

Dr. phil., Universität Siegen, Philosophisches Fakultät, Historisches Seminar. 2002-2007: Studium der Geschichtswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Romanistik an der Universität Bielefeld und der Université Paris VII - Denis Diderot August 2007: Magister Artium; Magisterarbeit: "Les mouvements paramilitaires d'extrême droite et l'usage de la violence en France (1924-1928)" August 2007-März 2008: Wissenschaftliche Hilfskraft im Sonderforschungsbereich 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte" an der Universität Bielefeld März 2008-Juni 2008: Doctoral Fellow am Deutschen Historischen Institut, Washington D.C. Juli 2008-Juni 2012: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte" an der Universität Bielefeld mit dem Promotionsprojekt "Trennungsgründe. Semantische Grennzziehungen zwischen 'Wirtschaft' und 'Politik' im 20. Jahrhundert" November 2012-September 2015: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Siegen, seit Oktober 2015: wissenschaftlicher Mitarbeiter, Europäische Zeitgeschichte seit 1945 an der Universität Siegen Juli 2014: Promotion zum Dr. phil. an der Universität Bielefeld