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Sozialdemokratische Angebotspolitik: Das Beispiel Schweden
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Sozialdemokratische Angebotspolitik: Das Beispiel Schweden

28 Seiten · 5,11 EUR
(06. Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Nachfragepolitik als Vademecum sozialdemokratischer Regierungen in Europa, Angebotspolitik als ideologisches Gegenstück für Konservative und Liberale: Lange Zeit hatte diese Zuschreibung von Politiken zu Ideen ihre Gültigkeit, in Schweden wie in Österreich. In diese von Trautwein so genannte Gesäßgeographie ist inzwischen Bewegung gekommen. Die mit großer Energie geführte Debatte um die „Neue Mitte“ ist ihr sichtbarer Ausdruck „Sozialdemokratische Angebotspolitik: Das Beispiel Schweden“, so Trautweins Beitrag, weist die Richtung. Dabei ist der Grundgedanke einer sozialdemokratischen Angebotspolitik in Schweden gar nicht so neu. Bereits in den fünfziger Jahren hat Schweden auf eine Angebotspolitik gesetzt. War es in den fünfziger Jahren eine Kombination aus solidarischer, egalitärer Lohnpolitik und einer eher restriktiven Fiskalpolitik zum Zwecke der kollektiven, öffentlichen Kapitalbildung als Ausdruck eines Wohlfahrtsstaates, so steht in den neunziger Jahren ein schwedisches Sparmodell auf der Tagesordnung. An die Stelle einer solidarischen Lohnpolitik ist eine restriktive Geldpolitik getreten mit dem Ziel einer glaubwürdigen Inflationsbekämpfung, begleitet von einer insgesamt erfolgreichen, aktiven Arbeitsmarktpolitik. Im Ergebnis aber, so Trautwein in seinem Vergleich der schwedischen Politik der letzten fünfzig Jahre, tat es Schweden gut, wie es auch den übrigen Ländern der Euro-Zone gut getan hätte, angesichts eines Verlusts an geldpolitischer Autonomie und globaler Finanzmärkte sich auf die Fiskalpolitik als Zentrum der Stabilisierungspolitik zu konzentrieren. Gemeinsam mit den verloren gegangenen Elementen der solidarischen Lohnpolitik könnte sie dabei besser als eine bloß restriktive Geldpolitik zu einer sozialverträglichen Strukturrationalisierung in einem europäischen gemeinsamen Markt führen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Weniger Arbeitslose – aber wie?
Detlev Ehrig, Peter Kalmbach (Hg.):
Weniger Arbeitslose – aber wie?
the author
Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein
Hans-Michael Trautwein

Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, davor an den Universitäten Lüneburg und Hohenheim tätig. Arbeitsschwerpunkte in der monetären Makroökonomik sowie in der Untersuchung von Auswirkungen der Globalisierung von Finanzmärkten und Produktionsbeziehungen auf Einkommen und Beschäftigung.

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