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Soziale Nachhaltigkeit und die Interdependenz von Allokation und Gerechtigkeit
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Soziale Nachhaltigkeit und die Interdependenz von Allokation und Gerechtigkeit

28 Seiten · 3,90 EUR
(Juli 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Der Begriff „Soziale Nachhaltigkeit“ ist im Laufe der Zeit stark aufgefächert worden, sodass in der derzeitigen Diskussion eine bemerkenswerte Fülle von Interpretationen und Nuancierungen existiert. Man kann gar befürchten, soziale Nachhaltigkeit mutiere zu einem Wieselwort im Sinne Hayeks, einem letztlich inhaltsleeren Begriff. Alternativ, aber in ähnlicher Begründung, könnte man den Begriff als Komplex- oder Diffusziel charakterisieren, dem ohne genaue Konkretisierung, ohne Komponentendiskussion und ohne Operationalisierung keine adäquate und zielgerichtete Politik folgen könne.

In diesem Beitrag wird der Fokus auf solche Nachhaltigkeitskonzepte gelegt, die in erster Linie einen Bezug zu sozialer Gerechtigkeit herstellen. Nicht nur in der Neoklassik, sondern selbst in der Ökologischen Ökonomik herrschte lange Zeit die Sichtweise vor, dass Gerechtigkeitsfragen abgekoppelt von Allokationsfragen diskutiert werden könnten. Das Hauptargument dieses Beitrages greift den Zusammenhang von Allokation und Gerechtigkeit auf. Sowohl in traditionell mikroökonomisch-statischer als auch in dynamischer Effizienzbetrachtung zeigen sich deutliche Interdependenzen beider Ebenen, die spezifische politische Steuerungen erfordern.

Im 2. Kapitel wird ein Überblick über die Begriffsvielfalt im Zusammenhang mit sozialer Nachhaltigkeit gegeben, anschließend werden im 3. Abschnitt die wesentlichen Gerechtigkeitskonzepte angesprochen, die dem Konzept der sozialen Nachhaltigkeit unterlegt werden (können), sofern dies Konzept weitgehend synonym oder zumindest kompatibel zu sozialer Gerechtigkeit verstanden wird. Im 4. Kapitel wird der Zusammenhang von Allokation und Gerechtigkeit diskutiert, und es werden Politikoptionen diskutiert, die den Interdependenzen Rechnung tragen können. Eine Revitalisierung neoliberaler Vorstellungen, allerdings angepasst an neuere theoretische Erkenntnisse sowie an ökonomische sowie gesellschaftliche Entwicklungen und Ziele, wird als chancenreich im Vergleich zu anderen Politikoptionen bewertet.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
Harald Hagemann, Michael von Hauff (Hg.):
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
the author
Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke
Gisela Kubon-Gilke

Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Im Metropolis-Verlag gibt sie zusammen mit Martin Held und Richard Sturn das "Jahrbuch Normative und institutionelle Grundfragen der Ökonomik" heraus.

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