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Mittwoch, 21. November 2018
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Soziale Sicherheit, Wachstum und Integration: Chancen und Herausforderungen für die Transformationsländer Mittel- und Osteuropas

"Hochschulschriften"  · Band 101

225 Seiten ·  36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-566-3 (September 2006 )

 
 

Nach dem Umbruch Ende der 1980er Jahre in den ehemals sozialistischen Staaten in Mittel- und Osteuropa, standen diese vor der schwierigen und komplexen Aufgabe, ihre Wirtschaften und Gesellschaften zu transformieren, zu konsolidieren und zu modernisieren. Das Interesse an sozialpolitischen Fragestellungen war in diesem Kontext von geringem öffentlichen Interesse. Jedoch sprechen einige Gründe dafür, dass sozialpolitische und umverteilende Maßnahmen einen nicht zu vernachlässigen Einfluss auf das Ergebnis des Transformationsprozesses haben.

Beginnend mit einem historischen Rückblick auf die Faktoren und Bedingungen, die am Ende des 19. Jahrhunderts zum Aufbau von Sozialversicherungssystemen in vielen Ländern Europas führten, wird der aktuelle Stand der Forschung zum Zusammenhang zwischen Einkommen- und Vermögensungleichheit, umverteilenden Maßnahmen sowie wirtschaftlichem Wachstum zusammengefasst.

In den Ländern Mittel- und Osteuropas verfolgten die jeweiligen Regierungen unterschiedliche Ansätze zur Implementierung sozialpolitischer Maßnahmen. Im besonderen Fokus des Buches stehen dabei Polen und Ungarn, die trotz unterschiedlicher Herangehensweisen eine starke Erhöhung der Ungleichheit in ihren Gesellschaften verhindern konnten. Es ergeben sich Ansatzpunkte, die zu dem Schluss führen, dass die im Vergleich mit anderen Transformationsländern hohen Sozialleistungen zu einer besseren wirtschaftlichen Performance führten.

Abschließend werden die Wechselwirkungen zwischen vertiefter Integration (insbesondere infolge des EU-Beitritts einiger Transformationsländer) und Sozialpolitik thematisiert. Mit einer zunehmenden internationalen Verflechtung haben binnenwirtschaftliche Maßnahmen - nicht nur auf dem Gebiet der Sozialpolitik - verstärkte außenwirtschaftliche Wirkungen. Zwei Ansätze zur europäischen Integration aus politikwissenschaftlicher Sicht (Intergouvernementalismus und Neo-Institutionalismus) werden herangezogen, um die realpolitischen Umsetzungsmöglichkeiten einer Europäisierung der Sozialpolitik - unter den gegebenen polit-ökonomischen Einflussfaktoren und der institutionellen Ausgestaltung der Europäischen Union - zu prüfen.


Der Autor
Dr. Peter Taschowsky
Peter Taschowsky

studierte Wirtschaftswissenschaften und Europäische Integration/European Studies in Hannover, Namur und Poznan. Zur Zeit arbeitet er als freier Autor in Hannover.

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dem Verlag bekannte Rezensionen
  • ZPOl 4/2007, S. 1249-1250
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