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Wednesday, June 20, 2018
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Soziale Ziele und das Rationalitätsparadigma:
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Soziale Ziele und das Rationalitätsparadigma:

Ein grundlegender Widerspruch wirtschaftspolitischer Gestaltung oder nur "Schattenboxen"?

22 pages · 3.52 EUR
(July 2008)

 
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Aus der Einleitung:

Ein "klassisches" Thema im Kontext ökonomischer Forschung und insbesondere bei der Begutachtung wirtschaftspolitischer Vorschläge ist die Frage nach den Grenzen des ökonomischen Handlungsmodells. Diese Frage ist Folge einer Rationalitätsannahme, die nach der Auffassung mancher Kritiker für vielerlei gesellschaftliche Problemstellungen nicht ausreichend oder gar unzureichend geeignet ist, als Empfehlung für wirtschafts- oder sozialpolitisches Handeln zu fungieren. Gerade bei sozialpolitischen Politikentwürfen namentlich im Bereich der Gesundheitsökonomie werden häufig ökonomische Vorschläge mit dem Vorwurf konfrontiert, dass jene im Sinne eines ökonomischen Imperialismus ökonomische Theorien voreilig auf Besonderheiten des Gesundheitswesens übertragen würden und in diesem Sinne auch ideologisch orientierte Schlussfolgerungen für die gesundheitspolitische Gestaltung entwickeln1. Dieser Vorwurf greift insbesondere bei kontroversen Themenstellungen in der Gesundheitspolitik Raum, in der unterschiedliche Wertvorstellungen über die Ausgestaltung von Sicherung und Solidarität diskutiert werden. Dabei wird insbesondere Kritik daran geübt, dass Randbedingungen und historisch bedeutsame Entwicklungsstränge im Sinne eines Modellplatonismus verkümmern. Dieser Kritik steht jedoch die allgemeine Entwicklung in der Wirtschaftswissenschaft, insbesondere in der Volkswirtschaft, gegenüber, indem das vornehmlich in Deutschland praktizierte ordnungsökonomisch orientierten Vorgehen in der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung der vergangenen Jahre als überkommen bezeichnet wird, wenn es nur vordergründig auf die Dichotomie "Ordnungspolitik" versus "Prozesspolitik" fokussiert. Ohne beide Aspekte im Detail diskutieren zu wollen - die Fragestellungen könnten interessante Anknüpfungspunkte für angewandte Wirtschaftspolitik ergeben - soll die nachfolgende Auseinandersetzung die vordergründige Problemstellung ökonomisch rationalen Handelns, das als Grundmuster allen ökonomisch orientierten Empfehlungen zugrunde liegt, mit wertbasierten Legitimationszielen gesellschaftlicher Steuerung in den Vordergrund stellen. In einem ersten Abschnitt werden orientiert an den Ideen eines "Homo oeconomicus" die Möglichkeiten und Grenzen rationalen Handelns entwickelt und dann in der weiteren Betrachtung mit der Diskussion "sozialer Ziele" verknüpft. Als Abschluss soll die Diskussion über die Integration sozialer Sicherung im Kontext einer wettbewerbsorientierten Gesundheitsversorgung beleuchtet werden.