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Strategische Positionierung des Mittelstandes im Spannungsfeld finanz- und absatzmarktlicher Herausforderungen
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Strategische Positionierung des Mittelstandes im Spannungsfeld finanz- und absatzmarktlicher Herausforderungen

37 Seiten · 10,45 EUR
(11. August 2006)

 
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Aus dem Fazit:

Die Auseinandersetzung um Basel II hat für die Mittelstandsbetriebe in aller Regel strategische Konsequenzen. Es wird ein Wandel im Finanzmanagement verlangt, der vor allem auf eine stärkere Marktorientierung hinausläuft. In diesem Zusammenhang erscheint ein Zitat von Leibinger, dem geschäftsführenden Gesellschafter und frühen VDMA-Präsidenten richtungsweisen:

„Egal, mit welchen Banken der Mittelstand auch zusammenarbeitet: Er wird eine andere Informationspolitik und Gesprächskultur mit ihnen pflegen müssen. Teil der Unternehmensführung ist die Darstellung in der Öffentlichkeit, aber auch gegenüber Gesprächspartnern und Kreditgebern. Dazu gehört nicht nur eine Erläuterung der Bilanz, sondern auch der Geschäftspläne. Und es gehört auch dazu – was die Mittelständler oft vergessen – das Verständnis für die Bank in dem Sinn, dass man überlegt, was ist für sie interessant, welche Ge¬schäfte will sie mit uns machen? (...) Mittelständische Unternehmen sollten ab einer bestimmten Größenordnung einen von außen besetzten Beirat oder Verwaltungsrat haben, der sich in seinen Vollmachten am Aktiengesetz orientiert.“

Die damit verbundenen Anforderungen sind bereits alles andere als trivial und verlangen zum Teil ein erhebliches Umdenken, welches auch vor der Diskussion um Corporate Governance nicht halt macht.

Die notwendigen Änderungen im Kontext von Basel II greifen aber ungleich tiefer und strahlen auf andere Märkte aus. Entsprechend muss die grundsätzliche Strategische Positionierung der betroffenen Mittelstandsbetriebe angedacht oder überdacht werden. Es fällt nicht leicht, den unternehmungsspezifischen Änderungsaufwand abzuschätzen. Ein Schichtenmodell organisationalen Wandels in Anlehnung an Krüger (1994) verdeutlicht aber, dass neben strukturellen und prozessualen Wandlungen sowie modifizierten Strategien und neu zu bildenden Fähigkeiten vor allem die Werte und Überzeugungen zur Diskussion stehen. Hierbei handelt es sich mit jedoch ausgerechnet um diejenigen Bereiche, die nur schwierig und sehr langwierig geändert werden können. Gleichwohl bietet Basel II insofern eine große Chance, als ein hinreichend großer Druck ausgelöst wird, der erforderliche Veränderungskräfte freisetzen kann.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Kredit und Risiko
Heinz Schaefer (Hg.):
Kredit und Risiko
the author
Prof. Dr. Jörg Freiling
Jörg Freiling

ist Lehrstuhlinhaber am Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship (LEMEX), Universität Bremen. Forschungsschwerpunkte: Entrepreneurial Ecosystems; Transnational Entrepreneurship; Kompetenzbasierte Theorie; Geschäftsmodellinnovation.

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