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Strategisches Management in der Symbolökonomie

"Theorie der Unternehmung"  · Band 27

407 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-506-9 (April 2005 )

 
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Produkte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren - sie sind mehr. Immer weniger werden sie nach herkömmlichen Kriterien der instrumentellen Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit beurteilt, immer wichtiger wird die Symbolik. Der Konsum wird dominiert von vielfältigen individuellen und sozialen Bedeutungen, die den Gütern in Wahrnehmungs-, Interpretations- und Aneignungsprozessen zugewiesen werden.

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, aus ökonomischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Entwicklung zur Symbolökonomie und deren Ursachen zu erklären und ihre Bedeutung für das Strategische Management von Unternehmen herauszuarbeiten. Mittels einer ausführlichen kritischen Diskussion der ökonomischen Konsum- bzw. Nachfragetheorie wird die Notwendigkeit einer interpretativen, kulturwissenschaftlichen Perspektive zur Erklärung der Entstehung und Veränderung von Produktbedeutungen aufgezeigt. Es zeigt sich, dass das wirklich Neue weniger im Verlust einer (vermeintlichen) Objektivität von Produktfunktionen zu sehen ist, als vielmehr in der aus der gesellschaftliche Pluralisierung resultierenden zunehmenden Vielfalt von Bewertungs- und Wahrnehmungsmustern in unterschiedlichen (sub﷓)kulturellen Milieus. Diese Entwicklung zum "Symbolkonsum" stellt eine Herausforderung für Theorie und Praxis des Strategischen Managements dar, der die herrschenden Strategie-Konzepte aufgrund ihrer paradigmatischen Basis jedoch nicht hinreichend begegnen können. Der Autor plädiert deshalb für ein interpretatives Strategie-Verständnis und entwirft auf dieser Basis einen Orientierungsrahmen zur Bewältigung und aktiven Nutzung des Konsumwandels.

Ökologisches Wirtschaften, 3/2006, S. 53 ()

"Dirk Fischer unternimmt in seiner Promotionsschrift eine umfangreiche theoretische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die sich für das strategische Management aus den veränderten Konsummustern in (post )modernen Gesellschaften ergeben. Ziel seiner Arbeit ist es, 'aus ökonomischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Entwicklung zur Symbolökonomie und deren Ursachen zu erklären und ihre Bedeutung für das Strategische Management von Unternehmen herauszuarbeiten'. ...

Fischers Ausführungen zeigen eine bemerkenswerte Stringenz und sind theoretisch ausgesprochen anspruchsvoll. Sein Blick auf die Unternehmung in der Symbolökonomie ist innovativ und konsequenzenreich - und auch für den Kontext des nachhaltigen Wirtschaftens relevant. Wünschenswert wäre, im Sinne einer Fortsetzung dieser eher grundlagenorientierten Arbeit, eine weitere Operationalisierung des entworfenen Orientierungsrahmens und insbesondere dessen Anwendung auf die Unternehmenspraxis. Aber auch ohne dies ist Fischer ein wichtiger Diskussionsbeitrag gelungen, dem eine breite Rezeption in Fachkreisen zu wünschen ist.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.8.2006 ()

"Was tun eigentlich Manager, wenn sie nicht gerade managen? Vielleicht lesen? Nun, selbst wenn dies zuträfe, bliebe immer noch offen, was, wie und bei welcher Gelegenheit sie lesen. Diese Ungewißheit ist gerade vor dem Hintergrund bejammernswert, daß in den vergangenen Jahren jene deutschsprachigen Wirtschaftsbücher, die interdisziplinär fundiert neue Wege der Unternehmensführung beschreiben, wesentlich praxisgerechter geworden sind. Zum einen haben Erkenntnis- und Systemtheorie, Soziologie, Sozialpsychologie und Wirtschaftsethik dazu beigetragen, den Blick auf die Unternehmensführung zu weiten. Zum anderen wird feinsinniger argumentiert als früher - und die Sprache ist nicht mehr Mittel, um Distanz zum Leser aufzubauen. Die Autoren schreiben alltagsnäher, ohne deswegen gleich der Marotte schwarzweiß gestrickter Heldengeschichten zu verfallen. Dirk Fischers "Strategisches Management in der Symbolökonomie" ist ein Beleg dieser Entwicklung. ...

Fischer ist nicht der erste, der die Widersprüche und Unzulänglichkeiten des herrschenden Paradigmas zeigt. Die oft hochnäsigen oder weltverbessernden Beiträge haben indes die Praxis bislang wenig beeindruckt. Fischer wirbt hingegen in sachlichem Ton für ein interpretatives Strategieverständnis. Dieses entspricht genau dem gegenwärtigen erkenntnistheoretischen Standort des Konstruktivismus, der Wirklichkeiten sowohl als individuelle wie auch als in sozialen Interaktionen hervorgebrachte Konstruktionen faßt. Aus einer solchen Perspektive und gegen den Hintergrund der Symbolökonomie betrachtet, wirken die herkömmlichen präskriptiven Ansätze des strategischen Managements geradezu läppisch. Fischer zeigt dies an den Beispielen des beliebten Swot-Konzepts, der notorischen Suche nach den Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung und Michael Porters Branchenstrukturanalyse. ... Am Beispiel der heute unvermeidlichen Kundenorientierung macht Fischer deutlich, wie sträflich es ist, das im interpretativen Verständnis angelegte Prinzip der Rekursivität außer acht zu lassen. Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunden ist viel komplexer, als es die Vorstellung einer einseitigen Anpassung an gegebene Kundenbedürfnisse nahelegt. ...


the author
Prof. Dr. Dirk Fischer
Dirk Fischer Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Führung & Organisation am Fachbereich Management, Information, Technologie der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Fischers Ausführungen zeigen eine bemerkenswerte Stringenz und sind theoretisch ausgesprochen anspruchsvoll." ...
    Ökologisches Wirtschaften, 3/2006, S. 53 mehr...
  • "Fischer wirbt hingegen in sachlichem Ton für ein interpretatives Strategieverständnis." ...
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.8.2006 mehr...
  • Journal of Consumer Policy (2006) 29: 101
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