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Sonntag, 22. Juli 2018
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Symbole und Substanzen

Perspektiven eines interpretativen Stoffstrommanagements

"Theorie der Unternehmung"  · Band 17

175 Seiten ·  22,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-413-6 (März 2003 )

 
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Bevor ein Produkt – und sei es ein einfaches Hemd – auf den Warentisch gelangt, haben zahlreiche Akteure in verzweigten und sich häufig über weite Teile der Welt streckenden Wertschöpfungsketten ihre Arbeit geleistet und dabei eine unübersehbare Menge an unterschiedlichen Materialien eingesetzt.

Wie und durch wen werden diese komplexen Stoffströme gesteuert? Wie lassen sich ökologische und ökonomische Optimierungen erreichen? Bei der Beantwortung dieser Fragen konzentrierte man sich in Theorie und Praxis bisher vornehmlich auf technische, organisatorische und konkret stoffliche Aspekte.

Das vorliegende Buch sensibilisiert für eine Perspektivenerweiterung. Es zeigt die Kraft von Symbolsystemen in der Steuerung von Wertschöpfungsketten und Unternehmen auf. Empirisch stützt es sich auf ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem vier Forschungsinstitutionen mit den Unternehmen Otto und Steilmann an neuen Kollektionen, Kommunikationsstrategien und Formen des Kettenmanagements gearbeitet haben, um ökologisch optimierte Textilien aus der "Öko-Nische" zu führen. Konzeptionell knüpft das Buch an Oldenburger Arbeiten zu einer kulturalistisch orientierten Betriebswirtschaftslehre an und zeigt die Fruchtbarkeit einer solchen Perspektive für das Management von Wertschöpfungsketten auf.

Politische Ökologie 86/2003, S. 69-70 ()

"Industriegesellschaften scheinen durch Innovationen in Richtung Nachhaltigkeit überfordert und es schleicht sich bei vielen der Eindruck ein, dass nur minimale Spielräume vorhanden seien. Dies gründet sich nicht nur auf die Tatsache der enormen Stoffverbräuche, in die sich spätmoderne Gesellschaften verwickelt haben. Viel dramatischer ist der Befund, dass, selbst wenn die Akteure guten Willens sind, die etablierten Strukturen der unterschiedlichen Märkte und Branchen einem Wandel in Richtung Nachhaltigkeit entgegenstehen.

Umso verdienstvoller ist es, dass im Rahmen eines Projektes (EcoMTex) der sehr zerklüftete Markt der Textilien zum Ausgangspunkt für die Frage genommen wurde, wie es in einem Massenmarkt gelingen könnte, ökologische Perspektiven entlang der Wertschöpfungskette zu etablieren. Und zu fragen, in welcher Weise das die bestehenden Strukturen heraus- bzw. überfordern würde. Zunächst einmal wird klar, wie bedeutsam vor allem die Initiative von großen 'Playern' ist. Ohne sie geht es nicht und selbst wenn sie sich mit ökologischem Engagement einmischen, dann ist der Erfolg noch keineswegs garantiert. Erfrischend an den hier versammelten Überlegungen ist die Offenheit, mit der die Fallstricke aber auch Chancen eines kettenübergreifenden Managements beschrieben werden. Keine Erfolgsmeldung, dafür kritische Anregung. ... Damit ist der Ring eröffnet für eine kritische Ausdeutung von Innovationen im Zeichen der Nachhaltigkeit und es ist ein Verdienst des Buches, der symbolischen Dimension hierbei einen bedeutsamen Stellenwert einräumen zu wollen."


Die Autoren
Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Uwe Schneidewind

seit 2010 Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Von 1998 bis 2010 Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, von 2004 bis 2008 Präsident der Universität.

[weitere Titel]
Prof. Dr. Stefan Seuring
Stefan Seuring

1967, seit Juli 2007 Professur und Leiter des Fachgebiets Internationales Management an der Universität Kassel. Studium der Betriebswirtschaftslehre, der Chemie und des Umweltmanagements in Stuttgart, Bayreuth, Bristol und Canterbury. Promotion und Habilitation in Betriebswirtschaftslehre an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

[weitere Titel]
Prof. Dr. Dirk Fischer
Dirk Fischer

Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Führung & Organisation am Fachbereich Management, Information, Technologie der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

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Dr. Maria Goldbach
Maria Goldbach

2000 bis 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Produktion und Umwelt, Institut für Betriebswirtschaftlehre der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

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dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Damit ist der Ring eröffnet für eine kritische Ausdeutung von Innovationen im Zeichen der Nachhaltigkeit und es ist ein Verdienst des Buches, der symbolischen Dimension hierbei einen bedeutsamen Stellenwert einräumen zu wollen." ...
    Politische Ökologie 86/2003, S. 69-70 mehr...
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