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Dienstag, 17. Juli 2018
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Tageseinrichtungen für Kinder: Individueller und gesellschaftlicher Nutzen sowie Finanzierungsmodelle
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Tageseinrichtungen für Kinder: Individueller und gesellschaftlicher Nutzen sowie Finanzierungsmodelle

18 Seiten · 3,56 EUR
(September 2004)

 
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Aus dem Fazit:

Mehrere Effizienz- und Verteilungsargumente sprechen für eine stärkere öffentliche Finanzierung der Kindertageseinrichtungen: Positive externe Effekte, Informationsasymmetrien, Chancengleichheit von sozial Benachteiligten sowie Chancengleichheit für Frauen. Der Übergang zu einem anderen Finanzierungsmix in Form einer stärkeren Nachfrageorientierung kann fehlende Ressourcen nicht ausgleichen, zudem wurde aufgezeigt, dass von einem solchen Förderinstrument auch Nachteile ausgehen können: eine Behinderung der Chancengleichheit und Monopolisierungstendenzen auf der Angebotsseite. Eine Einrichtungsfinanzierung kann Chancengleichheit besser gewährleisten, deren Effizienzwirkung hängt von der Ausgestaltung und der Bedarfsplanung ab. Unter Bedarf ist hierbei zu verstehen, was Eltern für eine Betreuungsleistung angestrebt hätten, wenn sie über vollständige Information hinsichtlich der Wirkung unterschiedlich ausgestalteter Betreuungseinrichtungen verfügen würden.

Zudem wurde aufgezeigt, dass eine Beteilung der Nachfrager in Form von Gebühren, auch wenn diese sozialverträglich gestaffelt sind, ebenfalls dem Ziel der Chancengleichheit entgegensteht, dies spräche für eine stärkere öffentliche Förderung.

Die Bedeutung von Kindertageseinrichtungen für den weiteren Bildungslebenslauf ist von erheblicher Relevanz; sie sollte aber nicht überschätzt werden. Tietze verweist darauf, dass der Einfluss der „pädagogischen Qualität des Familiensettings auf die kindliche Entwicklung in allen hier berücksichtigten Entwicklungsmaßnahmen gegeben ist und wenigstens so groß, zumeist beträchtlich größer ausfällt als der des Kindergartensettings.“ Dies bedeutet nicht, dass eine stärkere öffentliche Förderung von Kindertageseinrichtungen vernachlässigt werden kann, sondern nur, dass eine öffentliche Finanzierung noch kein Garant für einen erfolgreichen späteren Bildungslebenslauf ist.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Der Autor
Dr. Roman Jaich
Roman Jaich

Jg. 1960, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter für das European Institute for Globalisation Research.

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