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Wednesday, July 17, 2019
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Technologiewettbewerb, Standardisierung und Unternehmensstrategie
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Technologiewettbewerb, Standardisierung und Unternehmensstrategie

44 Seiten · 4,46 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, aufbauend auf die evolutorische Innovationstheorie den Zusammenhang zwischen Standardisierung, technologischer Entwicklung und Unternehmensstrategie zu untersuchen. Nur selten sind in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur Beiträge zu finden, die sich mit diesen Fragestellungen beschäftigen und gleichzeitig einen theoretischen Rahmen beschaffen, mit Hilfe dessen der eingangs erwähnte Zusammenhang zwischen Technologiewettbewerb und Standardisierungsstrategie untersucht werden kann. So gehen die wenigen theoretisch hergeleiteten Erkenntnisse zu Standards – in der spieltheoretischen Industrieökonomik – auf eine kleine Zahl von Autoren zurück, die nur Teilaspekte der Standardisierung untersuchen und sie kaum im Kontext von Technologie- und Industrielebenszyklus betrachten. Aus der Diskrepanz zwischen den vielfältigen offenen Fragen zu Standardisierungsstrategie und Innovation und der zahlenmäßig relativ spärlichen Literatur ergibt sich die Themenstellung des vorliegenden Beitrags.

In Abschnitt 2 werden zunächst die Besonderheiten von Technologiemärkten analysiert. Zuerst wird gezeigt, wie die technologische Entwicklung bestimmter Industrien oder Märkte durch eine Hierarchisierung (Paradigma- Ansatz von Giovani Dosi) erfasst werden kann. Danach wird dargestellt, wie Technologien und Produkte durch Technologie-Merkmale beschrieben werden können, und schließlich wird die Rolle der Standards im Innovationsprozess aufgezeigt. Standards werden in dieser Arbeit als Konventionen definiert, die wiederholt sich stellende technische Probleme regeln, indem sie bestimmte Merkmale einer Technologie festlegen, um Vielfalt zu reduzieren. Durch Standards wird daher generell aus der Gesamtmenge potentieller Varianten eines bestimmten Technologiemerkmals eine Variante ausgewählt, so dass auf dieser Ebene Vielfalt reduziert wird. Dies kann, wie im folgenden gezeigt wird, sowohl kooperativ, z.B. durch eine Standardisierungsorganisation, als auch nicht-kooperativ durch den Markt geschehen.

Im Abschnitt 3 wird dann untersucht, wie in den frühen Entwicklungsphasen eines technologischen Systems aus einer Vielzahl gegeneinander konkurrierender Designs eines ausgegewählt und zum dominanten Design (Standard) dieses Systems wird. Es wird gezeigt, dass das Ergebnis von Standardisierungsprozessen und damit auch des Technologiewettbewerbs zum einen von der Technologiedynamik und zum anderen vom strategischen Verhalten der beteiligten Akteure – insbesondere der Technologieanbieter – abhängig ist. Abschließend wird im Abschnitt 3 insbesondere auf die Standardisierungsstrategie der Firmen eingegangen und eine Abgrenzung dieses Verhaltens in kooperative und nichtkooperative Strategien vorgenommen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven des Wandels
Marco Lehmann-Waffenschmidt (Hg.):
Perspektiven des Wandels
the author
Panagiotis Kamtsiuris

Diplom-Volkswirt, Berlin