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Technosphäre und Technozän – anthropozäne Perspektiven auf Technik
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Technosphäre und Technozän – anthropozäne Perspektiven auf Technik

29 Seiten · 5,25 EUR
(11. Mai 2020)

 
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Aus der Einleitung der Hg.

Die auf den Atmosphärenchemiker und Nobelpreisträger Paul Crutzen zurückgehende Debatte um den Menschen als geologischen Faktor und das Anthropozän als geochronologische Epoche wird längst nicht mehr nur unter Geologen geführt, sondern hat längst Einzug in die sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung gehalten. Neben den organisationalen Veränderungen der modernen Wirtschaft kommt dabei der Technisierung eine entscheidende Rolle zu, die aus Sicht von Fabienne Will die Eindringtiefe des Menschen in die natürliche Umwelt überhaupt erst möglich gemacht hat. Mit der zunehmenden Akkumulation von Technik hat der Mensch dabei eine Technosphäre geschaffen, die ihn immer und überall umgibt. Inwieweit der Mensch dabei noch die Kontrolle über das System hat oder es sich mittlerweile umgekehrt um ein System außerhalb individueller und kollektiver Kontrolle handelt, ist aktuell Gegenstand der wissenschaftlichen Debatte. Unbeantwortet bleibt daher auch, welche Rolle der Technik für die Lösung der aktuellen und zukünftigen globalen und universellen Herausforderungen zukommt. Interessanterweise entzündet sich die Debatte dabei wiederum an einem Artikel Crutzens (2006), der aufgrund fehlender politischer Entscheidungen Geoengineering-Ansätzen bei aller berechtigten Kritik eine entscheidende Rolle zubilligt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Fabienne Will
Fabienne Will

ist Wissenschaftshistorikerin und promoviert am Deutschen Museum und im Promotionsprogramm des Rachel Carson Center for Environment and Society der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). In ihrem Projekt, das Teil der DFG-Forschungsgruppe 2448 ,,Practicing Evidence – Evidencing Practice: Evidenzpraktiken in Wissenschaft, Medizin, Technik und Gesellschaft“ ist, beschäftigt sie sich mit Evidenzpraktiken in der Debatte um das Anthropozän. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Italianistik an der LMU München.