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Monday, August 19, 2019
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The financial crisis in a Keynesian and heterodox perspective
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The financial crisis in a Keynesian and heterodox perspective

30 Seiten · 6,25 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Peukert beleuchtet die jüngste Finanzkrise aus dezidiert heterodoxer Sicht. Er beginnt seine Betrachtungen mit dem Blick auf zwei bedeutende Wissenschaftler, die um die Wende zum und in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts bleibende Einsichten zum Thema lieferten.

Nach Thorstein Bunde Veblen wirkt in den Kapitalmarktakteuren ein 'barbarisches Erbe' aus früheren Zeiten fort, das kriegsähnliche Gewohnheiten heraufbeschwört. Dieses Treiben sowie seine Ergebnisse harmonieren deshalb keineswegs mit den Wunschvorstellungen eines friedvoll erreichten optimalen Gleichgewichts via Spekulation und Arbitrage.

John Maynard Keynes argumentiert ähnlich: Er formuliert eine Alternative zu den später dominierenden Erklärungsmustern der 'behavioral finance' bzw. der 'efficient market hypothesis'. Mit überzeugenden Erklärungen und treffenden Beispielen weist der Brite nach, dass sich 'echte' Unwissenheit gerade nicht mit formalen Methoden ausräumen lasse. Deswegen stützen sich die Menschen auf Konventionen und geben bekannten Tatsachen ein überproportionales Gewicht.

Peukert präsentiert im Anschluss an die analytisch ergiebige lehrgeschichtliche Rückschau drei 'Welten', die idealisierte Funktionstypen des Marktgeschehens widerspiegeln. Je nach dem, in welchem Umfeld man sich verortet, sind divergierende wirtschaftspolitische Eingriffe geboten. Peukert erörtert, welche Finanzreformen im Gefolge der Erkenntnisse von Veblen und Keynes angezeigt erscheinen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die monetäre Sphäre mit hoher Volatilität und Instabilität aufwartet, womit ein Risikopotenzial geschaffen wird, das große Gefahren für die Realwirtschaft birgt.

Im Konkreten nennt der Autor elf Elemente zur Re-Regulierung monetärer Transaktionen. Allerdings dürfte die Umsetzung der Empfehlungen auf Widerstände etablierter Kreise stoßen, zu deren Überwindung es einer 'Theorie der spekulativen Klasse' bedürfe. Mit seinen Ausführungen steuert Peukert freilich schon mehr als nur einen ersten Baustein zu diesem geplanten Theoriegebäude bei.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Wege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise
Fritz Helmedag, Jürgen Kromphardt (Hg.):
Nachhaltige Wege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise
the author
Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
Helge Peukert

Masterstudiengang Plurale Ökonomik,Universität Siegen. Forschungsschwerpunkte: Finanzwissenschaft, Geld- und Finanzmärkte, Plurale und heterodoxe ökonomische Theoriebildung.

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