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Theologie, Ökonomie, Macht

Eine Rekonstruktion der Ökonomie John Lockes

"Ökonomische Essays"  · Band 8

140 Seiten ·  14,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-182-5 (März 1998 )

 
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Während John Locke in der Geschichte der politischen Theorie im allgemeinen große Anerkennung genießt, zählt seine Ökonomie in der ökonomischen Theoriegeschichte nicht besonders viel.

Es gibt allerdings neuere Annäherungen und Reinterpretationen, die der Autor in dem vorliegenden Buch nutzt, um John Lockes Ökonomie mit seiner politischen oder Verfassungstheorie zusammenzulegen. Den dabei herausgestellten synthetischen Kern bezeichnet er als theologisch. Dabei geht es aber nicht darum, Locke als Theologen zu rekonstruieren, sondern gewisse theologische Momente seines Denkens als Organisationsprinzipien herauszuarbeiten, die seine Auffassung des Zusammenhanges von Ökonomie und Politik verdeutlichen. Darin entfaltet sich eine Konzeption der Zivilisationsentwicklung, die als säkulare/theologische Doublette zu lesen ist: eine erste ökonomische Theorie der Politik.

Diese Rekonstruktion Lockes gibt einen Hinweis auf die Entstehung der Idee des Kapitalismus, der einen neuen Horizont von Theologie, Ökonomie und Macht in Lockes Werk eröffnet.

Ethica, 1/2000, S. 101-102 ()

"Dem Ökonomen und Philosophen Birger P. Priddat ist mit seinem kurzen Band "Theologie, Ökonomie, Macht" eine interdisziplinäre Gratwanderung gelungen. Er würdigt John Locke nicht, wie viele seiner Fachkollegen, als philosophischen Empiristen und klassischen Vorreiter einer politischen Theorie des Liberalismus, sondern rekonstruiert ihn als - bis dato einseitig betrachteten und damit unterschätzten - Vordenker der Ökonomie. Den theoretischen Kern von Lockes Ökonomie möchte Priddat vor allem in seiner Komplexität nachzeichnen. Da er in diesem Theoriekern bei Locke einen theologischen Ursprung belegen kann, wird der gewählte Buchtitel "Theologie, Ökonomie, Macht" verständlich. ...

Besonders hervorzuheben ist Priddats begriffliche Aufarbeitung der abstrakten Produktions und Reproduktionsidee, die unter dem 'Hervorbringen' nicht nur die Arbeit, sondern auch die damit wechselwirkende Zeugung der Nachkommenschaft versteht. Darüber hinaus, so erfährt die Leserin, wurden von Locke politisch-ökonomische Phänomene reflektiert, die nichts an Aktualität verloren haben. Dazu gehören z.B. eine erste Wachstumstheorie und die politische Regelung der Ökonomie durch Steuern. Durch die Querverweise zum Gedankengut zeitgenössischer und nachfolgender Intellektueller, wie z.B. Malthus, läßt das Buch ein Theoriegebäude einer Politischen Ökonomie an der Wende zum 18. Jahrhundert entstehen, in dem deutlich wird, dass man sich der damaligen Sinn- und Wertorientierung weit mehr annehmen muss, um Locke ökonomietheoretisch angemessen zu interpretieren, als in der Moderne geschehen. Da Priddats Text angenehm und auch für Nicht-Ökonomen verständlich zu lesen ist, kann er als Motivation dazu dienen."




the author
Prof. Dr. Birger P. Priddat
Birger P. Priddat geb. 1950, Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie, Wirtschaftsfakultät, Universität Witten/Herdecke; arbeitet an Themen zwischen Philosophie und Wirtschaft, vor allem auch an der Theoriegeschichte der Ökonomie. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliographie 3/1998, S. 1286
  • "Dem Ökonomen und Philosophen Birger P. Priddat ist mit seinem kurzen Band "Theologie, Ökonomie, Macht" eine interdisziplinäre Gratwanderung gelungen." ...
    Ethica, 1/2000, S. 101-102 mehr...
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