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Monday, August 19, 2019
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Theorien der „Nachhaltigkeit“ und die Nachhaltigkeit von Theorien
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Theorien der „Nachhaltigkeit“ und die Nachhaltigkeit von Theorien

Für Alternativen zum Mainstream – und gegen einfache „Lösungen“

12 Seiten · 3,09 EUR
(März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Die Sekunden, die man beim Marathonlauf mit zu schnellem Antritt gewinnt, werden am Ende zu Minuten, die man verliert. Vielleicht verhält es sich mit Nachhaltigkeitstheorien ähnlich: Wenn man am Anfang zu schnell geht, verliert man am Ende etwas. Gerade in einem Feld wie der "Nachhaltigkeit" scheint dieser Gedanke gut anwendbar zu sein. Theorien der "Nachhaltigkeit" müssen über den Tag hinaus denken, sonst sind sie nicht nachhaltig. Nicht jede Diskurs-Sau, die durch das Dorf der "Nachhaltigkeit" getrieben wird, muss theoretisch reflektiert werden. Dass bei dieser Wahl-Entscheidung, welchem Thema Aufmerksamkeit geschenkt wird, die – um mit Schumpeter zu sprechen – voranalytische Vision eine entscheidende Rolle spielt, ist klar. Klar ist auch, dass die vor-analytische Vision – nicht nur von Ökonominnen – wesentlich vom Glauben (Glauben, kein Wissen) an die Notwendigkeit und Möglichkeit immer weiteren Wachstums geprägt ist. Über oder für die "Nachhaltigkeit" Theoriearbeit zu betreiben, also nachhaltigkeitstheoretisch zu arbeiten – das bedeutet, sich der Welt mit einem bestimmten Interesse fragend, suchend, denkend und lernend zuzuwenden. Das Interesse bezieht sich dabei in der Regel auf buchstäblich existenzielle Fragen. Vielen geht es um nicht weniger als die "Rettung der Welt". Nur wenig bescheidener formuliert: Wie ein gutes Leben heute und in Zukunft gelingen kann und welche wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen, ist Gegenstand von Nachhaltigkeitstheorien. Dieser Essay dreht sich um drei Fragen, die bei diesem Unterfangen nach meiner Auffassung eine zentrale Rolle spielen (sollten). Wie kann ein attraktives Gegenbild zum herrschenden Wachstums- und Effizienzparadigma aussehen? Welche Rolle spielt in Zukunft die Resilienz – aktuell scheinbar der heißeste Kandidat für eine Belebung und Schärfung des Diskurses über "Nachhaltigkeit"? Und, last but not least: Was tun angesichts der Gefahr eines gewissen Populismus der einfachen Lösungen, der den Nachhaltigkeitsdiskurs immer mehr zu bevölkern scheint?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven nachhaltiger Entwicklung
Judith C. Enders, Moritz Remig (Hg.):
Perspektiven nachhaltiger Entwicklung
the author
Dr. Fred Luks
Fred Luks

hat in Hamburg und Honolulu Volkswirtschaftslehre studiert. Er beschäftigt sich seit langem in Forschung, Lehre und Management mit Zukunftsfragen. Luks hat zu diesem Themenbereich zahlreiche Publika­tionen vorgelegt. Er war Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie. Zu seinen beruflichen Stationen gehören die Leitung eines inter­disziplinären Forschungsprojekts, eine Gastprofessur an der Univer­sität Hamburg, die Tätigkeit als Nachhaltigkeitsmanager eines großen Unternehmens und die Leitung des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er bloggt unter www.fredluks.com.

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