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Donnerstag, 19. Juli 2018
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Transformationssteuerung als Governance-Problem
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Transformationssteuerung als Governance-Problem

Kommentar: Timm Beichelt

18 Seiten · 4,02 EUR
(August 2008)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Jürgen Beyer resümiert die politikwissenschaftliche Transformationsforschung mit Blick auf zentrale Governance-Probleme postsozialistischer Gesellschaftsentwicklung. Sein Ausgangspunkt ist die Diskrepanz zwischen der ursprünglichen sozialwissenschaftlichen Skepsis hinsichtlich der Möglichkeit eines umfassenden, politisch gesteuerten Systemwechsels und dem offenkundigen Erfolg holistischer Reformen der politischen und ökonomischen Institutionensysteme in zahlreichen postsozialistischen Gesellschaften. Er untersucht spezifische Mechanismen und institutionelle Konstellationen, die den Systemwechsel begünstigt haben, und weist nach, dass einerseits die ursprüngliche Steuerungsskepsis zum Teil auf unzutreffenden Annahmen beruhte, andererseits Reformerfolge mitunter paradoxen Charakters in dem Sinne sind, dass sie sich als indirekte Ergebnisse reformpolitischen Handelns eingestellt haben, ohne jedoch von den Akteuren intendiert gewesen zu sein. Namentlich dieser Befund ist, so Beyer, auch über den postsozialistischen Kontext hinaus für die Governance-Forschung von Belang, weil er präzisere Einsichten in das Zusammenspiel von politischen Steuerungsversuchen und Prozessen der spontanen Ordnungsbildung in Aussicht stellt.

Timm Beichelt weist in seinem Kommentar vor allem darauf hin, dass eine zutreffende Charakterisierung bestimmter Politikresultate als ‚paradox‘ der genauen Kenntnis der tatsächlichen Ziele und Kausalitätsannahmen der reformpolitischen Akteure bedarf. Reformergebnisse, die auf den ersten Blick als paradox erscheinen mögen, könnten sich auch als Resultat einer verdeckten oder übersehenen Zielhierarchie der Akteure erweisen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...