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Thursday, May 23, 2019
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Über die moderne Geldordnung und ihren Zusammenhang mit der Staatsschuld
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Über die moderne Geldordnung und ihren Zusammenhang mit der Staatsschuld

20 Seiten · 3,74 EUR
(April 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Die defizitären Staatshaushalte und der Schuldenstand europäischer Staaten bilden vielleicht eines der größten gegenwärtigen Probleme der Eurozone. Nicht erst seit der "Staatsschuldenkrise" wird die Verschuldung als – insbesondere gegenüber zukünftigen Generationen – unverantwortlich attackiert. Denn zukünftige Generationen müssten Defizite und eine damit einhergehende staatliche Schuldenakkumulation mit zukünftigen Steuereinnahmen ausgleichen.

Diese These der sogenannten Ricardianischen Äquivalenz wird heute unter anderem von neuklassischen Autoren wie Robert Barro vertreten. Aus dieser Perspektive ist der Staat ein normaler, privater Schuldner. Seine Einnahmen können nur dann hinter die laufenden Ausgaben zurückfallen, wenn ein Kredit gewährt wird. Defizite müssen aus zukünftigen Einnahmen zurückgezahlt werden. Insbesondere durch eine konsumptive Verwendung des Kredits ist daher keine Wohlfahrtssteigerung möglich. Staatsschulden sind aus dieser Perspektive vielmehr eine Bereicherung auf Kosten zukünftiger Generationen, da diese die zum Schuldenabbau nötigen Steuern aufbringen müssen.

Trotz der Wahrheit, die in dieser Sichtweise steckt, ist fraglich, ob David Ricardo selbst die Ricardianische Äquivalenz so vertreten hätte, also ob er die Gleichheit von staatlichen Defiziten und künftigen Belastungen so weitgehend verstanden hätte. Ricardo war sich nämlich eines Umstandes bewusst, der heute nicht mehr ausreichend beachtet wird. Die Staatsverschuldung steht in einem sehr engen Verhältnis zu der Geldordnung eines Landes.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Den Geldschleier lüften!
Bernhard Emunds, Wolf-Gero Reichert (Hg.):
Den Geldschleier lüften!
the author
Jens Reich

Diplom-Volkswirt und Diplom-Politologe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt/Main.