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Überlegungen zum wachstumsneutralen Zins
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Überlegungen zum wachstumsneutralen Zins

17 Seiten · 2,98 EUR
(22. November 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Wolfgang Filc befasst sich mit der ‚Taylor-Regel‘ der Geldpolitik, die sich als hervorragend geeignet für die Beurteilung eines geldpolitischen Kurses erwiesen hat, aber bislang keine Vorstellungen über einen wachstumsneutralen Basiszins entwickeln konnte – dieser wurde gewöhnlich als historischer Mittelwert berechnet, wobei der Lage des Stützzeitraumes offensichtlich große Bedeutung zukam. In der neoklassischen Theorie kann ein optimaler Zinssatz mithilfe der Wachstumstheorie vom Solow-Typ bestimmt werden, indem er der exogen vorgegebenen Wachstumsrate des Realeinkommens gleichgesetzt wird. Hier steht dann der langfristige Realzins im Mittelpunkt. Keynesianische Ansätze hingegen tun sich schwer, klare Vorstellungen über einen optimalen Zinssatz zu entwickeln, jedenfalls aber fokussieren sie auf Nominalzinssätze. Insbesondere die postkeynesianische Theorie thematisiert den kurzfristigen Nominalzinssatz, der gut von der Notenbank gesteuert werden kann und dann, wenn sich ein signifikanter Zusammenhang zum Wirtschaftswachstum herstellen lässt, vermittels Taylor-Regel als Steuerungsvariable eingesetzt werden kann. Dieser Zusammenhang wird dann von Filc signifikant und mit Granger-Kausalität empirisch überprüft, wobei die Erklärungsgüte auch nicht hinter dem Bestimmtheitsmaß der Regression zwischen dem Realzins und der Wachstumsrate zurücksteht. Auf dieser Grundlage wird nun ein wachstumsneutraler, kurzfristiger Nominalzinssatz von etwa 4,5 % bestimmt – als jener Basiszinssatz, der nach Taylor-Regel einer wachstumsorientierten, auf Preisstabilität festgelegten Geldpolitik die Grundlage liefern könnte. Dies würde die Sicherheit der Übertragung von Zinssignalen auf die Wirtschaftsakteure zweifellos ebenso erhöhen, wie es die Überprüfbarkeit der Geldpolitik der Notenbank – wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Kooperation verschiedener Akteure – erst ermöglichte. Allerdings weist Filc auch darauf hin, dass Regeln nicht allzu starr sein dürfen angesichts jederzeit möglicher exogener Schocks.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Wolfgang Filc
Wolfgang Filc

Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Geld, Kredit und Währung, am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Trier.

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