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Sunday, September 22, 2019
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Unified Economic Growth: Ein (neues) Forschungsfeld der Wachstums- und Entwicklungstheorie?
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Unified Economic Growth: Ein (neues) Forschungsfeld der Wachstums- und Entwicklungstheorie?

18 Seiten · 3,78 EUR
(März 2009)

 
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Aus der Einleitung:

In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts führten Debatten über theoretische Fragestellungen innerhalb der Volkswirtschaftslehre (der Kapitalbegriff, Cambridge-Cambridge Kontroversen), aber auch reale wirtschaftliche Probleme (Stagflation, Unwirksamkeit der Geld- und Fiskalpolitik) zu einer Abkehr von der Wachstums- und Entwicklungstheorie und einer Hinwendung der Makroökonomie zur Fragestellung der kurzen Periode. Die Analyse der kurzen Periode, ob es nun um Taylor-Regeln in der Geldpolitik, um die Bedeutung der Phillips-Relation oder um Imupls-Antwort Funktionen von Konjunkturmodellen geht, nimmt einen bedeutenden Raum in der makroökonomischen Forschung ein. Gleichwohl hat sich mit der Entwicklung der verschiedenen Varianten der endogenen Wachstumstheorie die Analyse der langen Frist wieder aus ihrer Schockstarre befreit. Die Wachstumsforschung ist zumindest im angelsächsischen Sprachraum wieder zu einem Schwerpunkt der Makroökonomie geworden, wobei die empirische Wachstumsforschung einen mindestens ebenso großen Raum einnimmt, wie die analytisch-theoretische Exploration unterschiedlicher Modellansätze. In der empirischen Analyse versuchte man die Disparitäten im BIP pro Kopf verschiedener Länder mittels sogenannter “cross-country” Analysen zu erklären, wobei der gewählte Betrachtungezeitraum meistens von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zum Jahrtausendwechsel reichte. Freilich ist der Zeitraum von 50 Jahren die untere Grenze für Wachstumsanalysen, denn eigentlich hat man deutlich längere Zeitabschnitte im Blick. Und so kam es, dass man sich die Frage stellte, ob die säkulare wirtschaftliche Entwicklung vor und nach der Industriellen Revolution nicht in einem neuen Licht erscheinen könnte, wenn man sie durch die Brille der endogenen Wachstumstheorie betrachten würde, zumal das Zeitalter der Industriellen Revolution ein privilegiertes Forschungsobjekt der „traditionellen“ Wachstumsforschung war und vergleichsweise umfangreiches Datenmaterial dazu vorlag. Eine der traditionellen und bahnbrechenden Arbeiten war die von Phyllis Deane und W. A. Cole. Die beiden Wirtschaftshistoriker Nicholas Crafts und C. Knick Harley haben die Forschungsresultate von Deane und Cole aufgegriffen, sind aber durch einen anderen methodologischen Forschungsansatz zu deutlich anderen Resultaten gekommen, die zu etwas anderen Einschätzungen der Industriellen Revolution führen und damit auch die Wachstumstheorie herausfordern.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Volker Caspari
Volker Caspari

seit 1995 Professor für Volkswirtschaftslehre an der TU Darmstadt. Zuvor Hochschulassistent und von 1992 bis 1995 Vertretungsprofesser an der Universität Frankfurt am Main.

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