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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Universalismus und Relativismus in der Weltkultur
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Universalismus und Relativismus in der Weltkultur

8 Seiten · 2,28 EUR
(April 2013)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeberinnen:

Der 17. Wirtschaftsphilosophische Club im Februar 2008 beschäftigte sich mit der Frage: Was ist ein gutes Leben – und welche Chancen bietet die Globalisierung? Die Idee des guten Lebens ist für die Entwicklung der europäischen Geschichte grundlegend. Sie wurde immer wieder zu einer neuen Herausforderung, die überkommene Wertvorstellungen, bewährte Überzeugungen und eingefahrene Gewohnheiten in Frage stellte. Sie bestimmt die Politik, hat ethische und ökonomische Dimensionen und beschäftigt Kunst und Literatur. Und auch jeder einzelne versucht, irgendwie seine Vorstellung und seinen Traum vom guten Leben zu verwirklichen. Niemand begnügt sich mit dem nackten Leben, zu dem der italienische Philosoph Giorgio Agamben – Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben – 2002 mit heftig diskutierten Thesen an die Öffentlichkeit getreten ist. Einfach nur leben und überleben zu können, genügt nicht. Mit eben dieser Unterscheidung zwischen einer reinen Subsistenz- und Reproduktionswirtschaft und einer Ökonomie des Gewinns hat Aristoteles den europäischen Diskurs um die Idee des guten Lebens eröffnet. Zwar war diese Idee für das europäische Denken von Anfang an von großer Bedeutung, doch keiner zuvor hatte wie er wissenschaftlich und systematisch entfaltet, worauf es ankommt, dass sie sich individuell wie gesellschaftlich erfolgreich verwirklicht. Heute stellt sich die Frage, ob diese Idee interkulturell vermittelbar ist und akzeptable Bedingungen vorgibt, Einheit wie Vielfalt der Globalisierung zu gestalten. Als philosophische Idee ist sie naturgemäß universal konzipiert. Ermöglicht sie damit aber auch die autochthone kulturelle Emanzipation und einen Wettbewerb der Kulturen wider die normierenden Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung? Oder führt gerade dieser Anspruch auf Universalität zur Einebnung kultureller Unterschiede? Liegt allein in einem offenen Kulturrelativismus die Chance, nationale und ethnische Identitäten zu wahren?

Der Aufsatz von Felix Denzinger ist aus dem Diskurs heraus entstanden. Er kontrastiert den universalistischen Denkansatz von Martha C. Nussbaum mit dem relativistischen von François Jullien.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wir segeln in unerforschten Gewässern
Julia Böllhoff und Nicole Wiedinger (Hg.):
Wir segeln in unerforschten Gewässern
Der Autor
Felix Denzinger

Philosoph, rainer für Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmenskultur.