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Unvollkommene Kapitalmärkte und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsnachfrage von Firmen

"Hochschulschriften"  · Band 38

182 Seiten ·  36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-176-4 (Januar 1998 )

 
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Eine der Fragen, die die Ökonomen immer wieder beschäftigt, ist die nach der Verbindung zwischen realem und monetären Sektor der Ökonomie. In den letzten Jahren gibt es vermehrt Ansätze, die den Bankkredit als Übertragungsmechanismus von Schocks zwischen den Sektoren ausmachen. Dies bedeutet aber, dass diese Finanzierungsform eine Sonderstellung unter den Finanzierungsinstrumenten einnimmt.

Die Autorin wendet sich deshalb im ersten Teil ihrer Arbeit der Frage zu, ob und wie diese Sonderrolle aus theoretischer Sicht gerechtfertigt werden kann. Sie vertritt die These, dass eine asymmetrische Informationsverteilung zwischen Firmeninsidern und externen Investoren dazu führt, dass, insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen der Bankkredit das dominierende Finanzierungsinstrument ist. Auch die Form der abgeschlossenen Kreditverträge lässt sich durch die Informationsstruktur erklären.

Der zweite Teil der Analyse beschäftigt sich dann damit, welche realen Wirkungen unter diesen Voraussetzungen von der Finanzierungsstruktur von Unternehmen ausgehen. Dies wird exemplarisch anhand der Arbeitsnachfrage auf Firmen- und gesamtwirtschaftlicher Ebene untersucht. Dabei ergibt sich zunächst ein negativer Zusammenhang zwischen der Verschuldung und der Arbeitseinsatzentscheidung einer Firma. Es zeigt sich, dass auf diese Weise erklärt werden kann, warum der Lohnsatz im Konjunkturverlauf stärker schwanken könnte als die Beschäftigung. Weiterhin zeigt die Autorin, dass Lohnflexibilität, anders als im traditionellen Verständnis, bei Existenz von Finanzierungsrestriktionen destabilisierend wirken kann. Schließlich findet sie Anzeichen dafür, dass auch die Zusammensetzung des Arbeitsvolumens aus den Komponenten Arbeitszeit und Arbeitskräftezahl durch die Verschuldung von Firmen beeinflusst wird.