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Unvollständige Verträge und Effizienzlöhne im Experiment
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Unvollständige Verträge und Effizienzlöhne im Experiment

29 Seiten · 4,38 EUR
(25. August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Bevor ich mich der Problemstellung der Untersuchung der Entstehung von Lohnrigiditäten mit Hilfe von Laborexperimenten zuwende, ist es sinnvoll, die Forschungsfrage in einen breiteren (experimentellen) Kontext zu stellen. Eines der fruchtbarsten Forschungsgebiete in der experimentellen Ökonomik war (und ist) die Erforschung der Funktionsweise von Märkten. So haben Hunderte von Experimenten gezeigt, dass bei bestimmten Voraussetzungen unregulierte Märkte unter den verschiedensten Preisbildungsinstitutionen zu Markträumung tendieren. Dieses Ergebnis kann als eines der “stylized facts” der experimentellen Wirtschaftsforschung gelten und ist eine eindrucksvolle Bestätigung der neoklassischen Markttheorie.

Eine der wichtigen Annahmen für dieses Resultat ist, dass Verträge in dem Sinne vollständig sind, dass alle für die Tauschbeziehung relevanten Aspekte auf eine verifizierbare Art und Weise im Vertrag geregelt sind. Allerdings haben bereits Williamson (1985) und andere argumentiert, dass der Arbeitsvertrag unvollständig ist. Die Tatsache, dass Personalchefs in zahlreichen Interviewstudien die Bedeutung von „Arbeitsmoral“, „freiwilliger Kooperationsbereitschaft“, Loyalität etc. betonen, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass viele Aspekte im Leistungsverhalten praktisch nicht vertraglich regelbar sind. Der Arbeitgeber ist deshalb auf die freiwillige Kooperationsbereitschaft des Arbeitnehmers angewiesen. Ich werde zeigen, dass vertragliche Unvollständigkeit gekoppelt mit der freiwilligen Kooperationsbereitschaft der Arbeitnehmer, profunde Auswirkungen auf den Lohnbildungsprozess haben kann. Im letzten Abschnitt der Arbeit werde ich die Bedeutung der Ergebnisse für unser Verständnis des Arbeitsmarktes diskutieren.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Experimente in der Ökonomik
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Experimente in der Ökonomik
the author
Prof. Dr. Simon Gächter

Professor of Economics, Chair of Psychology of Economic Decision Making, University of Nottingham, UK. Arbeitsschwerpunkte: Verhaltensökonomische Ansätze, ökonomische Psychologie, experimentelle Wirtschaftsforschung, Organisations- und Anreiztheorie, Arbeitsmarktökonomie, Kooperationsverhalten.

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