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Verantwortung für das Anthropozän übernehmen
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Verantwortung für das Anthropozän übernehmen

Ein Auftrag für neuartige Bildungskonzepte

29 Seiten · 4,85 EUR
(14. Mai 2014)

 
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Aus der Einleitung:

Technik und Natur werden in unserer Welt häufig als Gegensatz angesehen. Viel zu wenig bewusst ist, dass nicht nur unser Klima und unsere Energie, sondern auch unsere Ernährungssituation und die gesamte technische Produktionskette, von Baustoffen, Stahl, über Telekommunikation, Internet bis hin zu Kunststoffen und medizinischen Produkten ihre Grundlagen in aus der Natur stammenden Ressourcen hat. Das Anthropozän- Konzept versucht diese Zusammenhänge darzustellen und daraus eine Gesamtverantwortung für die Zukunftsvorsorge zu generieren. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) regte 2011 einen globalen Gesellschaftsvertrag an, der die notwendige große Transformation für ein nachhaltiges Anthropozän gewährleisten soll. Hierbei sollten Staaten und supranationale Entitäten einen gestaltenden Rahmen liefern, in dem innovatives Wirtschaften einen Paradigmenwechsel hin zu einem neuen Wertesystem erreicht, in welchem Kreislaufwirtschaft, Suffizienz und generationenübergreifende Verantwortung wesentliche Elemente darstellen. Von besonderer Bedeutung zum Erreichen dieses Ziels erscheint umfassende Aktivität im Sinne von Partizipation der Zivilgesellschaft, auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Dies kann nicht ohne einen neuen Bildungsansatz gelingen, in dem das Bewusstmachen systemischer Zusammenhänge sowie Partizipation bei der Wissensgenerierung, aber auch bei der Umsetzung in Handlungen eine maßgebliche Rolle spielen. Nachfolgend wird versucht, hierzu einige Thesen aufzustellen, die ethischen Komponenten einer Bildung für das Anthropozän zu diskutieren und einige konkrete Umsetzungsbeispiele und -anregungen zu geben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wo steht die Umweltethik?
Markus Vogt, Jochen Ostheimer, Frank Uekötter (Hg.):
Wo steht die Umweltethik?
the author
Prof. Dr. Reinhold Leinfelder
Reinhold Leinfelder

geb. 1957, Geologe, Geobiologe, Paläontologe, Museologe und Wissenskommunikator, Professor für „Invertebraten-Paläontologie und Geobiologie“ an der Freien Universität Berlin. Seine Lehre und Forschung umfassen Korallenriffe, Erdgeschichte, Anthropozän, Zukunftstransformation und neue Methoden der Wissenskommunikation. Nach Studium an der LMU München promovierte und habilitierte er sich an der Uni Mainz. Er bekleidete Professuren an Universitäten in Stuttgart, München und Berlin, sowie Direktorenämter für diverse Museen und naturkundliche Sammlungen, darunter dem Museum für Naturkunde Berlin. Von 2008-2013 war er Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Seit 2012 ist er Mitglied der internationalen Anthropocene Working Group. Von 2014-2016 war er Gründungsdirektor des Haus der Zukunft / Futurium, Berlin. Seit 2018 ist er auch Dozent am Institut Futur der Freien Universität Berlin.

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