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Verhindern nationale Lohnformeln Leistungsbilanzdefizite?
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Verhindern nationale Lohnformeln Leistungsbilanzdefizite?

Die Rolle von Lohnstückkosten und Preisen in den Krisenländern des Euroraums

16 Seiten · 3,06 EUR
(06. Juli 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Angesichts der hohen Belastung des Faktors Arbeit durch Beschäftigungsabbau und schwache Lohnentwicklung widmet sich dieser Beitrag der Frage, inwieweit die Reduzierung der Lohnstückkosten vollständig in den Preisen weitergegeben wurde und damit auch wirksam werden konnte. Schon für den Zeitraum vor der Finanzkrise zeigen Feigl und Zuckerstätter (2013) auf Basis einer Zerlegung der Preisentwicklung für Deutschland, dass die Gewinnentwicklung problematischer für die Exportentwicklung war als die der Lohnstückkosten. Ziel dieses Beitrags ist zu klären, ob das auch für den Zeitraum nach der Finanzkrise der Fall ist. Die Antwort darauf soll auch dazu dienen, zu klären, ob das von Herr und Horn bzw. Herr und Kazandziska geforderte lohnpolitische Konzept ausreicht, um eine problematische Auseinanderentwicklung von Lohnstückkosten, Leistungsbilanzsalden und Inflationsentwicklungen im Euroraum zu verhindern.

Der folgende Abschnitt widmet sich zunächst der Entwicklung der Leistungsbilanzsalden in den Krisenländern seit der Finanzkrise, um zu untersuchen, inwieweit die Reduzierung der zuvor gestiegenen Defizite auf gesteigerten Exporterfolgen oder reduzierten Importen beruht. Abschnitt 3 untersucht die wichtigsten makroökonomischen Faktoren für die Rückgänge: preisliche Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung von Inlands- und Auslandsnachfrage. Abschnitt 4 analysiert den Zusammenhang zwischen Lohnstückkostenentwicklung und inländischer Inflationsrate. Der letzte Abschnitt fasst zusammen und beantwortet die Einleitungsfragen. Es soll deutlich werden, dass die Lohnstückkostenrückgänge weder in den Exportpreisen noch bei den inländischen Preisen vollständig weitergegeben wurden. Trotzdem trugen sie zum Abbau der Leistungsbilanzdefizite bei. Die von Feigl und Zuckerstätter (2013) konstatierte Bedeutung der Gewinnentwicklung scheint aber auch für den Zeitraum nach der Finanzkrise von Belang zu sein.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Heike Joebges
Heike Joebges

geb. 1972, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf

[weitere Titel]
Camille Logeay
Camille Logeay

Referatsleiterin für „Makroökonomische Grundlagenforschung, Arbeitsmarkt“ am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans Böckler Stiftung in Düsseldorf.

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