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Freitag, 20. Juli 2018
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Verteilungsprobleme des dualen Ausbildungssystems
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Verteilungsprobleme des dualen Ausbildungssystems

10 Seiten · 2,64 EUR
(September 2004)

 
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Aus der Einleitung:

Das duale Berufsbildungssystem der Bundesrepublik Deutschland befindet sich in einer quantitativen und qualitativen Krise. Das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen geht kontinuierlich zurück. Fehlende Lernortkooperation, mangelnde Chancengleichheit und hohe Abbrecherquoten sind qualitative Krisensymptome des Systems der dualen Ausbildung. Um die quantitativen Defizite abzufedern, tritt der Staat immer stärker als Akteur bei der Schaffung von Angeboten für junge Menschen auf, die keinen Ausbildungsplatz erhalten haben.

Vor diesem Hintergrund wird zunehmend von einer schleichenden Verstaatlichung des dualen Ausbildungssystems gesprochen. Der Berufsbildungsbericht 2004 der Bundesregierung bestätigt diese Tendenz. Der Protest der Arbeitgeberverbände, die sonst die starke Einflussnahme in ihrem Terrain verurteilen, blieb bisher aus. Wohl wurde beklagt, dass die Qualität der Ausbildung nicht stimme. Niemand hat Bund, Länder und BA aufgefordert, die Finger von solchen Maßnahmen oder schulischen Angeboten zu lassen und die Betriebe nicht zu entmündigen.

Wenn den Arbeitgebern die duale Ausbildung so wichtig ist, wie sie immer sagen, dann ist es nicht nachvollziehbar, weshalb dieses System auf das Abstellgleis geleitet wird.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Der Autor
Hermann Nehls

Jg. 1955, Referatsleiter für Grundsatzfragen der beruflichen Bildung beim DGB Bundesvorstand. Tätigkeitsschwerpunkte: Novellierung des Berufsbildungsgesetzes, Ausbildungsumlage, berufliche Weiterbildung.