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Vertrauen und Reputation in Sorgesituationen
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Vertrauen und Reputation in Sorgesituationen

22 Seiten · 4,37 EUR
(02. Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Vertrauen in Sorgesituationen? Ja, natürlich, würden wir auf diese Frage antworten. Wenn Vertrauen wichtig ist, dann in Sorgebeziehungen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es unerlässlich ist, dass ein Kind seinen Eltern, ein schwerkranker oder behinderter Mensch seinen HelferInnen, ein pflegebedürftiger älterer Mensch seinen PflegerInnen vertrauen kann. Warum ist das so? Warum muss die umsorgte Person der sorgenden Person vertrauen können? Warum hängen Vertrauen und Sorge, warum Sorge und Vertrauen so eng zusammen? Worauf gründet sich Reputation in diesem Zusammenhang?

In meinem Beitrag möchte ich aufzeigen, welchen Stellenwert Vertrauen und Reputation bei der sozialökonomischen Organisation von Sorgesituationen einnehmen. Meine Hypothese dabei ist, dass Vertrauen und Reputation nicht nur eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Bereitstellung und die Qualität von Sorgesituationen spielen, sondern auch, dass sich mit Hilfe des theoretischen Instrumentariums zur Analyse von Sorgesituationen die Anforderungen an Vertrauen und Reputation und ihre stabilisierende Funktion konkretisieren und auf andere Bereiche der Ökonomie übertragen lassen.

In meiner Argumentation werde ich in zwei Schritten vorgehen und mich dabei jeweils auf einige wesentliche Aspekte konzentrieren. Zunächst werden die Kennzeichen von Sorgesituationen für Kinder, ältere, kranke und behinderte Menschen sowie die für ihr Verständnis und ihre Analyse wesentlichen Konzepte – begrenzte Autonomie, Asymmetrie und Abhängigkeit – eingeführt. In einem zweiten Schritt werden Vertrauen und Reputation in der Sorgesituation verortet. Dabei wird deutlich, dass Vertrauen und Reputation in Sorgesituationen zum einen als ein Maßstab für den Erfolg von Sorgedienstleistungen verstanden werden können. Zum anderen lässt der Perspektivenwechsel hin zu eingeschränkter bzw. nicht vorhandener Handlungsfähigkeit und daraus resultierenden Asymmetrien und Abhängigkeiten unterschiedlichster Art, den die Analyse von Sorgesituationen notwendigerweise mit sich bringt, die Bedingungen und den Beitrag von Vertrauen und Reputation in der Ökonomie in neuem Licht erscheinen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Reputation und Vertrauen
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Reputation und Vertrauen
the author
Dr. Maren Jochimsen
Maren Jochimsen

Bürgschaftsbank für Sozialwirtschaft, Köln. Arbeitsschwerpunkte: Caring and economics, Strukturen der Sozialwirtschaft, Institutionelle und Ökologische Ökonomie, Poetisierung der Ökonomie.

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