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Vertrauen und Vertrauenserosion - Ökonomische Funktionen und Effekte
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Vertrauen und Vertrauenserosion - Ökonomische Funktionen und Effekte

24 Seiten · 4,64 EUR
(02. Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Ökonomisch ist sowohl personales Vertrauen im Sinne des Vertrauens in zwischenmenschlichen Austauschbeziehungen als auch Systemvertrauen als Vertrauen in Institutionen relevant. Dies schreibt bereits Arrow, wenn er von Vertrauen als ?wichtigem Schmiermittel des sozialen Systems? spricht, da es höchst effizient viel Mühe ersparen kann, ?wenn man sich auf das Wort anderer Leute einigermaßen verlassen kann.? Richter und Furubotn formulieren dies in transaktionskostentheoretischer Perspektive:

?Insbesondere werden die Überwachungs- und Durchsetzungskosten gering sein, wenn in einer Gesellschaft wechselseitiges Vertrauen herrscht.?

Ein Mangel an Vertrauen in einer Gesellschaft kann mindestens zwei Gründe haben: Es kann einerseits sein, dass es überhaupt (noch) nicht zur Entfaltung von personalem Vertrauen und/oder zu Systemvertrauen gekommen ist. Die Ursachen hierfür sind nicht Gegenstand dieses Beitrags. Andererseits ist es denkbar, dass ein einmal vorhandenes personales Vertrauen und/oder Systemvertrauen im Zuge bestimmter Ereignisse bzw. Veränderungen in der Gesellschaft erodiert. Im Extremfall kann ein solcher Erosionsprozess ebenfalls in einen Mangel, also in eine weitgehende Abwesenheit von Vertrauen, münden.

Im Zentrum dieses Beitrags stehen aus einer vorwiegend makroökonomischen Perspektive zum einen die mittlerweile zu einem erheblichen Teil empirisch bestätigten positiven ökonomischen Funktionen und Effekte, die von der Existenz von Vertrauensbeziehungen ? im oben beschriebenen zweifachen Sinne ? auf eine Volkswirtschaft ausgehen. Zum anderen werden die ökonomischen Konsequenzen behandelt, die in Folge einer Erosion von Vertrauen zu erwarten sind.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Reputation und Vertrauen
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Reputation und Vertrauen
the author
Prof. Dr. Friedrich L. Sell
Friedrich L. Sell

o. Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik und Wirtschaftspolitik am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität der Bundeswehr München. Arbeitsschwerpunkte: Aspekte des Globalisierungsprozesses, europäische Wirtschaftspolitik, makroökonomische Effekte mikroökonomisch beobachtbarer Verhaltensmuster.

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