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Monday, July 22, 2019
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Verwaltete Bildung?
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Verwaltete Bildung?

Die Bologna-Reform und die Geisteswissenschaften

15 Seiten · 3,16 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Vorwort nach acht Jahren Als ich den nachfolgenden Essay im Frühjahr 2007 für den Südwestrundfunk verfasste (vgl. Sakkas 2007), stieß ich mit meiner Kritik an der Bologna-Reform insbesondere bei Hochschullehrern, aber auch bei Wissenschaftsredakteuren und anderen Medienleuten auf Ablehnung und Unverständnis. Bologna: das verhieß Effizienz, Leistungssteigerung, Wettbewerbsfähigkeit. Die deutschen Hochschulen waren im internationalen Ranking abgeschlagen, gerade in den «weichen» Studiengängen, also in den Geistes- und Sozialwissenschaften, tummelten sich zahllose Bummelstudenten. Die Studienordnungen ließen Freiraum zur großzügigen Gestaltung des Studiums, viele Studenten brauchten gut und gerne zehn Semester bis zur Zwischenprüfung bzw. dem Vordiplom. Auch um das Fachwissen dieser Generation war es nicht immer zum Besten bestellt: Die Gymnasien der neunziger Jahre waren Epizentren der Spaßgesellschaft, der Popkultur, manchmal auch des Drogenkonsums – eine umfassende Allgemeinbildung konnten und wollten sie ihren Schülern nicht mit auf den Weg geben. Wer sich nicht von selber für ein Thema interessierte, dem konnte es passieren, dass er sich mit zwanzig Jahren für das Fach Geschichte an einer deutschen Hochschule einschrieb, ohne zu wissen, wann die Französische Revolution stattgefunden hatte, wann in Deutschland die Monarchie abgeschafft wurde oder wann ungefähr Friedrich der Große regierte. Unbildung galt nicht als Schande, sondern war eine Mode, die man stolz und selbstbewusst zur Schau trug.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Die Aufgabe der Bildung
Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.):
Die Aufgabe der Bildung
the author
Konstantin J. Sakkas
Konstantin J. Sakkas

wurde 1982 im damaligen Westberlin geboren. Nach Besuch humanistischer Gymnasien und Wehrdienst Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Magisterabschluss 2009 mit einer Arbeit über Hannah Arendts Theorie des Gesellschaftlichen. Anschließend Tätigkeit als freier Publizist und PR-Berater. Zahlreiche Buchbeiträge sowie Veröffentlichungen in Presse und Rundfunk.