sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Politik  » Frauen 
Vom Leit- zum Streitbild: Normalarbeitsverhältnis - quo vadis?
Downloadgröße:
ca. 424 kb

Vom Leit- zum Streitbild: Normalarbeitsverhältnis - quo vadis?

30 Seiten · 3,74 EUR
(Juni 2006)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Auf ein zentrales Leitbild der Beschäftigungspolitik geht Lutz C. Kaiser in seinem Artikel ein: das so genannte Normalarbeitsverhältnis. Er kennzeichnet diese Vorstellung des vollzeitarbeitenden, zumeistmännlichen Familienernährers als ein hauptsächlich in Deutschland verbreitetes Leitbild, das die empirischen Realitäten jedoch nur unzureichend beschreibt: Anhand empirischer Daten zum Beschäftigungsvolumen weist Kaiser die behauptete Erosion der Vollzeitbeschäftigungen zurück. Eine massive Erosion von Normalarbeitsverhältnissen lässt sich im internationalen Vergleich nicht nachweisen; was sich zeigen lässt, ist eine deutliche Divergenz zwischen den Geschlechtern. Der Anstieg der Erwerbsquote von Frauen basiert vor allem auf Teilzeittätigkeiten, die jedoch deutlich seltener als Brücke in eine Vollerwerbstätigkeit dienen, als dies für Männer der Fall ist. Mithilfe einer international vergleichenden, multivariaten Analyse arbeitet der Autor als zentrale Ursache ? nicht nur, aber insbesondere für Deutschland ? fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten heraus. Dementsprechend lautet sein Fazit auch, die deutsche Orientierung am Normalarbeitsverhältnis sorge für einen Modernisierungsstau, der die Schaffung neuer, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördernde Erwerbsoptionen verhindere.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Geschlechterverhältnisse in der Ökonomie
Torsten Niechoj, Marco Tullney (Hg.):
Geschlechterverhältnisse in der Ökonomie
the author
Dr. Lutz C. Kaiser
Lutz C. Kaiser

Research Associate am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA-Bonn), Research Affiliate des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin), Lehrbeauftragter der Evangelischen Fachhochschule Bochum und Mitglied der European Panel Analysis Group (EPAG, University of Essex). Arbeitsschwerpunkte: Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik, Evaluation Sozialer Dienste, Arbeitsangebot, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeitszufriedenheit, Zukunft alternder Gesellschaften.