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Monday, July 22, 2019
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Von der Denkökonomie zur Wissensindustrie
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Von der Denkökonomie zur Wissensindustrie

Bedingungen der Möglichkeit einer ökonomischen Theorie moderner Wissenschaft

26 Seiten · 3,59 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Die Wissenschaftstheorie, wie man sie heute versteht, ist aus der älteren Erkenntnistheorie hervorgegangen. Kant bezog sich auf die Newton’sche Physik als Faktum objektiver Erkenntnis, um nach den Bedingungen von dessen Möglichkeit seitens des erkennenden Subjekts zu fragen. Zu diesem Zweck löste er die urteilende Funktion des "Ich denke" vom empirischen Subjekt, wie es die Psychologie untersucht, ab, um die reine Form der Rationalität von deren unzuverlässiger Handhabung zu isolieren. Das transzendentale Subjekt ist reduziert auf die reine Form – um nicht zu sagen den Formalismus – des begrifflichen Apparats, der das sinnliche Material der Beobachtung unter Kategorien bringt, die der Logik Geltung verschaffen. Dieses transzendentale Subjekt musste, als idealisiertes Wissenschaftssubjekt, leider die Frage offen lassen, wie denn die Wissenschaft praktisch funktioniert. So war es nur naheliegend, beim Übergang von der Erkenntnis- zur Wissenschaftstheorie das transzendentale Subjekt durch die Gemeinschaft der Forschenden zu ersetzen. Die Logik der Forschung wurde übersetzt in Methodologie, die subjektiven Bedingungen der Möglichkeit objektiver Erkenntnis fanden sich in die intersubjektiven der funktionierenden Forschergemeinschaft übersetzt. Wie muss das Regelwerk, das war nun die Frage, beschaffen sein, welches die Forschergemeinschaft befähigt und motiviert, den kollektiven Fortschritt der Erkenntnis zu maximieren? Mit dieser Frage wäre nicht nur die Philosophie (als Methodenlehre), sondern auch die Ökonomie angesprochen gewesen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger Priddat (Hg.):
Was ist?
the author
Prof. Dr. Georg Franck
Georg Franck

(*1946), Studium der Philosophie, Architektur und Volkswirtschaftslehre in München. Promotion im Fach Volkswirtschaftslehre. 1974 bis 1993 tätig als freier Architekt und Entwickler von Software für die räumliche Planung, ab 1991 auch als Unternehmer im Bereich der Entwicklung räumlicher Informationssysteme. Seit 1994 Ordinarius für digitale Methoden in Architektur und Raumplanung an der Technischen Universität Wien. Er wurde über die Grenzen seines Fachs hinaus bekannt durch seine Arbeiten zur Ökonomie der Aufmerksamkeit und zur Philosophie der Zeit. Buchveröffentlichungen: Raumökonomie, Stadtentwicklung und Umweltpolitik,