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Von der Umweltpolitik zum Nachhaltigkeitsdialog - Der gewerkschaftliche Diskurs
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Von der Umweltpolitik zum Nachhaltigkeitsdialog - Der gewerkschaftliche Diskurs

18 Seiten · 3,17 EUR
(Oktober 2009)

 
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Fazit:

Die deutschen Gewerkschaften haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten den Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft mit den unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, gestellt und eine Reihe von programmatischen und praktischen Initiativen ergriffen, die diesem Ziel dienen. Anknüpfend an den erreichten Stand der Integration von sozialen und ökologischen Anforderungen, finden sich bislang nicht ausgeschöpfte Potenziale gewerkschaftlichen Handelns auf verschiedenen Ebenen und Sektoren:

- bei der Mitarbeit an der Umwandlung ressourcenintensiver Wohlstandsmodelle durch ökologisch orientierte, technische und organisatorische Innovationen im Rahmen einer veränderten Industriepolitik (neue umweltverträgliche Produktionskonzepte) und einer Veränderung von Lebens- und Konsumstilen;

- durch die Entwicklung von Indikatoren und Leitbildern ?guter Arbeit?, die sich durch eine ausgewogene Balance von Arbeits- und Lebenswelt unter Beachtung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auszeichnen und die Vielfalt von Arbeit berücksichtigen;

- über die Erarbeitung und Kommunikation von Konzepten, die dazu beitragen, die weltweit wachsende Armut zu bekämpfen, was die Initiierung von Debatten vor allem auch innerhalb der Organisation und gegenüber den eigenen Mitgliedern einschließt;

- in einer intensiven Beteiligung an Dialogen über mittel- bis langfristige strategische Überlegungen zur nachhaltigen Umorientierung von Produktion und Konsumstilen in nationalen und transnationalen Planungsgremien und Expertenkommissionen (im Verbund mit der ILO und kooperationswilligen NGOs);

- bei der Mitarbeit an der Entwicklung internationaler Umwelt- und Arbeitsstandards und ihrer Durchsetzung in Form von Vereinbarungen mit transnationalen Konzernen (Verankerung von Corporate Social Responsibility im Sinne der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Entwicklungsländern);

- beim Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen, die die Nachhaltigkeitsdiskurse in die eigene Organisation und Mitgliedschaft hinein vermitteln und in der Lage sind, externe Wissenspotenziale für eine gewerkschaftliche Nachhaltigkeitsstrategie zu nutzen


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neue Konzepte der Ökonomik – Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik
Irene Antoni-Komar, Marina Beermann, Christian Lautermann, Joachim Müller, Niko Paech, Hedda Schattke, Uwe Schneidewind, Reinhard Schulz (Hg.):
Neue Konzepte der Ökonomik – Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik
the author
Prof. Dr. Eberhard Schmidt

1939, 1973 Berufung zum Professor für die Wissenschaft von der Politik an der Universität Marburg. Von 1974 bis 2004 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Parteien und Verbände an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Forschungsschwerpunkte: Industrielle Beziehungen und Umweltschutz, Politik der Nachhaltigkeit, Geschichte, Theorie und Praxis der Gewerkschaften.