sprache deutsch
sprache english
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Sonntag, 22. Juli 2018
 Startseite
Von großen Erzählungen
Downloadgröße:
ca. 86 kb

Von großen Erzählungen

15 Seiten · 2,86 EUR
(Juli 2016)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

Der vorliegende Essay widmet sich einem Unternehmen, von dem man nicht weiß, ob man es unzeitgemäß oder unmöglich nennen soll. Indem er die Geschichte der terrestrischen Globalisierung rekapituliert, nimmt er sich vor, mit den Mitteln einer philosophisch inspirierten großen Erzählung Umrisse zu einer Theorie der Gegenwart zu liefern. Wem dieser Anspruch befremdlich klingt, möge bedenken, dass es wohl provozierend ist, ihn zu erheben; ihn aber fallenzulassen wäre intellektueller Defaitismus. Von alters her will das philosophische Denken sagen, wer wir sind und was wir zu tun haben; dazu gehören seit gut zweihundert Jahren auch Auskünfte darüber, wie wir uns in der "Geschichte" datieren. Das Eindringen der Zeit ins philosophische Denken des alten Europa erzwang bislang jedoch nur eine Teilrevision an den Traditionsbeständen. Doch nachdem nun die Ära einseitiger Zeitvergötzung abgelaufen scheint, fordert auch der gelebte Raum seine Rechte. Kant, immerhin, war sich schon dessen bewusst, dass die Vernunft selbst ihr Muster an der Orientierung im Raum besitzt. Wer diesem Hinweis weit genug nachgeht, muss folgerichtig zu einer veränderten Auffassung von der Aufgabe der philosophischen Tätigkeit gelangen: Die Philosophie ist ihr Ort in Gedanken gefasst. In den Momenten, in denen sie weiß, was sie tut, trägt sie die Züge einer Lagebesprechung, bei der viele Disziplinen ihr Wort zu sagen haben. Um die Lage zu erhellen, sind große Erzählungen nötig.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger P. Priddat (Hg.):
Was ist?
Der Autor
Prof. Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk

geboren 1947, ist einer der renommiertesten Philosophen und Essayisten deutscher Sprache. Seit 1992 ist er Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, seit 2001 auch deren Rektor. Gemeinsam mit Rüdiger Safranski moderierte er von 2002 bis 2012 die Sendung "Das Philosophische Quartett" im ZDF. Peter Sloterdijk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Ludwig-Börne-Preis (2013)

[weitere Titel]