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Donnerstag, 15. November 2018
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Vorausschauend Kriterien Nachhaltiger Chemie integrieren: Von Anfang an rationales Design an Molekülen
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Vorausschauend Kriterien Nachhaltiger Chemie integrieren: Von Anfang an rationales Design an Molekülen

24 Seiten · 4,63 EUR
(Dezember 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Chemikalien sind aus dem modernen Leben nicht wegzudenken. Sie finden vielfältige Verwendung in allen Lebensbereichen. Sie sind als Arzneimittel, Farben und Lacke, Textilhilfsmittel, Konservierungsstoffe, Waschmittel, Pestizide u.a. unverzichtbarer Bestandteil unseres Bemühens um eine möglichst gute Gesundheit, hohe Lebenserwartung und hohen Lebensstandard. Sofern es sich nicht um geschlossene Anwendungen handelt, gelangen diese Chemikalien nach ihrer Anwendung und Verwendung z.T. trotz Gegen- und Reinigungsmaßnahmen in die Umwelt. Die Chemikalien sind oft in der Umwelt nicht oder nur langsam abbaubar und mineralisierbar. Mengenmäßig hoher Verbrauch von chemischen Stoffen in Verbindung mit einer schlechten Abbaubarkeit beispielsweise in der Abwasseraufbereitung führt zu Einträgen in die aquatische Umwelt. Der Nachweis von chemischen Stoffen aus unterschiedlichen chemischen Klassen und unterschiedlichen Anwendungsbereichen in Wasser, Sedimenten, Böden, Luft und Organismen einschließlich des Menschen zeigt, dass sie zumindest nicht vollständig eliminiert werden. Die in der Literatur dokumentierten Daten weisen beispielsweise auf ein deutliches Risiko des Vordringens verschiedener Chemikalien und ihrer Metabolite bis ins Trinkwasser hin, da sich viele der bisher nachgewiesenen Stoffe als persistent und Grundwasser gängig bzw. Trinkwasser relevant erwiesen haben. Manche in der Umwelt nachweisbare Stoffe sind zwar grundsätzlich abbaubar, z.B. durch Licht oder biologisch durch Bakterien. Die Rate ihres Eintrags in die Umwelt ist aber oft größer als die ihres Umbaus und ihrer vollständigen Mineralisierung in der Umwelt. Sie können sich daher trotz grundsätzlich vorhandener Abbaubarkeit in der Umwelt wie schwer abbaubare Stoffe anreichern, wenn die Eintragsrate hoch und die Mineralisierungsrate im Vergleich dazu niedrig ist. In solchen Fällen kann man von Pseudopersistenz oder Persistenz zweiter Ordnung sprechen: Es bildet sich ein Gleichgewicht aus Eintrag und Abbau mit der Folge, dass diese Stoffe kontinuierlich auf einem bestimmten Konzentrationsniveau in der Umwelt nachweisbar sind. Eine vergleichsweise lange Lebensdauer führt auch zu einer großen Reichweite.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Chemie
Michael Angrick, Klaus Kümmerer, Lothar Meinzer (Hg.):
Nachhaltige Chemie
Der Autor
Priv. Doz. Dr. Klaus Kümmerer
Klaus Kümmerer

Leiter der Sektion angewandte Umweltforschung am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Arzneimittel in der Umwelt, Umweltanalytik, Ökologie der Zeit, Umweltmanagement und Nachhaltige Chemie.

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