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Sonntag, 18. November 2018
 Startseite » Umwelt  » Umwelt- & Ressourcenökonomie 

Wahlfreiheit für zukünftige Generationen

Neue Grundlagen für eine Ressourcenökonomik

"Ökonomische Essays"  · Band 11

Habilitationsschrift

211 Seiten ·  24,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-233-8 (Juli 1999 )

 
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Vielfalt zu erhalten, ist eine Voraussetzung evolutionärer Fortentwicklung und daher unabdingbar für eine langfristige Zukunftssicherung menschlicher Existenz. Wirtschaftliche und politische Entscheidungen sollten dem Rechnung tragen. Voraussetzung dafür ist, daß auch die normative Ökonomik als handlungsleitende Disziplin der Vielfalt einen entsprechenden systematisch-theoretischen Ort zuweist. Traditionelle Wohlfahrts- und Ressourcenökonomik bieten keinen Raum, den Wert der Vielfalt zu integrieren. Weikard unternimmt den Versuch, eine neue Grundlage für die Ressourcenökonomik zu entwerfen, die nicht nur aufweist, was intertemporal effizient ist, sondern auch die Frage der Verteilung von Ressourcen zwischen den Generationen integriert. Die so entworfene Ressourcenökonomik ist daher auch eine Theorie intergenerationeller Gerechtigkeit.

Der Autor formuliert zunächst eine Kritik der utilitaristisch geprägten Wohlfahrts- und Ressourcenökonomik. Als Ergebnis dieser Kritik wird das Wertkonzept »Wahlfreiheit« entwickelt, das den Wohlfahrtsbegriff um den Wert der Vielfalt und den Wert der Entscheidungsfreiheit erweitert. Intergenerationelle Gerechtigkeit bedeutet dann, dass alle Generationen gleiche Wahlfreiheit genießen. Durch die Integration der Social Choice Theorie und der analytischen Ethik stellt Weikards normative Perspektive einen wichtigen Beitrag im Dialog zwischen Wirtschaftswissenschaft und Ethik dar.

Jahrbuch Ökologische Ökonomik. Band 2: Ökonomische Naturbewertung, 2001, S. 393-396 ()

"... Hans-Peter Weikards Arbeit entfaltet in Auseinandersetzung mit einer sehr umfassenden Literatur das Konzept der "Wahlfreiheit für zukünftige Generationen" und liefert damit in der Tat neue Grundlagen für eine Ressourcenökonomik, die auch dem Problem der Zukunftsverantwortung gerecht wird. Aus meiner - freilich begrenzten - Kenntnis der Literatur möchte ich doch die Behauptung wagen, dass es sich zusammen mit Hampickes Monographie "Ökologische Ökonomie" (1992) um eines der bedeutendsten deutschsprachigen Werke zu diesem Themenkreis handelt. In den Grundzügen der Argumentation ist es auch für solche Leser(innen) verständlich, welche die zugrunde liegende Literatur nicht zur Kenntnis genommen haben, und in der Tat kann es sogar bis zu einem gewissen Grad das entsprechende Studium der Originalliteratur ersetzen, da zentrale Vorstellungen und Konzepte der bisherigen Diskussion in der Regel anschaulich zusammengefasst und 'auf den Punkt gebracht' werden. Darüber hinaus bietet das hier entwickelte Konzept der 'Wahlfreiheit für künftige Generationen' einen guten Ansatzpunkt dafür, die Engführung traditioneller Ressourcenökonomik ebenso zu überwinden wie die Unschärfen der bisherigen Nachhaltigkeitsdiskussion. Es zu lesen, ist ein intellektueller Gewinn und zugleich ein Ansporn -, nicht nur für die theoretische Weiterentwicklung der Fragestellung, sondern auch für eine Reflexion unseres bisherigen Handelns im Hinblick auf künftige Generationen, und das sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene."


Der Autor
Dr. Hans-Peter Weikard

Associate Professor für Umweltökonomik an der Universität Wageningen, Niederlande. Arbeitsschwerpunkte: Normative Ökonomik, insbesondere Allokation und Verteilung natürlicher Ressourcen, Armut, Hunger und soziale Sicherung, sowie Theorie kollektiver Entscheidungen.

[weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Kyklos, 53/2000, S. 242
  • "... möchte ich die Behauptung wagen, dass es sich um eines der bedeutendsten deutschsprachigen Werke zu diesem Themenkreis handelt." ...
    Jahrbuch Ökologische Ökonomik. Band 2: Ökonomische Naturbewertung, 2001, S. 393-396 mehr...
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