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Freitag, 21. September 2018
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Walter Eucken als Sozialpolitiker
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Walter Eucken als Sozialpolitiker

Zur sozialpolitischen Konzeption in Walter Euckens "Grundsätze der Wirtschaftspolitik"

12 Seiten · 2,47 EUR
(Februar 2001)

 
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Aus der Einleitung:

Es mag nicht wenige Fachleute, die das Lebenswerk von Walter Eucken kennen, überraschen, daß er im Titel als Sozialpolitiker bezeichnet wird. Gilt er doch aufgrund seiner beiden Hauptwerke ?Grundlagen der Nationalökonomie? und ?Grundsätze der Wirtschaftspolitik? als einer der Begründer der Marktformenlehre, als ?Fortbildner?, ?vielleicht sogar Vollender der Lehre von den Wirtschaftsstufen und Wirtschaftsstile?, als Entdecker eines neuen Wegs zur Erfassung der Wirklichkeit und zur Überwindung der Antinomie von Theorie und Geschichte mit Hilfe der ?pointierend hervorhebenden Abstraktion?, als Begründer einer Theorie der Wirtschaftsordnungen und der Wirtschaftsordnungspolitik, der die ?Gestaltung der Wirtschaftsordnung als wesentlichste wirtschaftspolitische Aufgabe erkannt hat, als Begründer des ?Freiburger Kreises? ? ihm gehörten u.a. Erwin von Beckerath, Franz Böhm, Constantin von Dietze, Jens Jessen, Adolf Lampe, Erich Preiser, Günther Schmölders, Heinrich von Stackelberg und Theodor Wessels an ? , schließlich als geistiger Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft. Er wird als ?einer der profiliertesten deutschsprachigen Nationalökonomen dieses Jahrhunderts? eingestuft.

Häufig und vor allem seit dem durch die weltweite Wachstums? und Beschäftigungskrise Mitte der 70er Jahre ausgelösten, noch zu beschreibenden Paradigmenwechsel in der Volkswirtschaftslehre berufen sich neoliberale und neoklassische Ökonomen auf Walter Eucken, der in seiner ordnungspolitischen Konzeption der Sozialpolitik die ihr in einer freiheitlichen und wettbewerblich organisierten Wirtschaftsordnung gemäße Rolle zugewiesen habe. An dieser sozialpolitischen Konzeption solle man sich bei der unausweichlichen Sozialstaatsreform orientieren.

In dieser Arbeit soll vor dem Hintergrund der zunächst zu skizzierenden Diskussion um die Krise und Reform des Sozialstaates die sozialpolitische Konzeption Euckens dargestellt und daraufhin abgefragt werden, welche Rolle sie der Sozialpolitik im Rahmen einer wettbewerblich organisierten Wirtschaftsordnung zuweist.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der Autor
Prof. Dr. Heinz Lampert
Heinz Lampert

1970-1973 Ordentlicher Professor für Sozialpolitik an der Universität zu Köln, 1973-1995 Ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschafts und Sozialpolitik an der Universität Augsburg, 1971-1975 Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik im Verein für Socialpolitik, seit 1978 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesfamilienministerium.