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Warum Suffizienz(-Politik) keine Diktatur von Gutmenschen ist
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Warum Suffizienz(-Politik) keine Diktatur von Gutmenschen ist

19 Seiten · 4,32 EUR
(08. Januar 2020)

 
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Aus der Einleitung der Herausgebenden:

Simon Meisch setzt sich mit dem wirkmächtigen gesellschaftlichen Diskurs auseinander, dass es sich bei Suffizienzpolitik um eine Diktatur von Gutmenschen bzw. um sogenannten ‚Tugendterror‘ handle. Meisch argumentiert, dass dieser Vorwurf dem Selbstanspruch von Suffizienzpolitik widerspricht: Dem Selbstverständnis nach gründet Suffizienzpolitik in der gemeinsamen Verständigung darüber, wie wir gesellschaftliche Naturverhältnisse so gestalten, dass alle ein gutes Leben führen können. In diesem Verständnis ist Suffizienz weder gewaltsam noch überwältigend. Meisch verweist darauf, dass der Vorwurf des Gutmenschentums aus einer ideengeschichtlichen Perspektive erfolgt, die einen spezifischen Freiheitsbegriff vertritt, den Freiheitsbegriff des Libertarismus. Meisch zeigt, dass dieser Freiheitsbegriff in sich widersprüchlich ist, insofern er selbst unweigerlich zu Konsequenzen führen muss, die auch unter einem liberalen Verständnis von Gerechtigkeit nur als ungerecht gelten können. Eine libertaristische Perspektive kann daher, so Meisch, nicht geeignet sein, eine intersubjektiv teilbare Kritik an Suffizienzpolitik zu formulieren sowie Alternativen vorzuschlagen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Damit gutes Leben mit der Natur einfacher wird
Leonie Bossert, Lieske Voget-Kleschin, Simon Meisch (Hg.):
Damit gutes Leben mit der Natur einfacher wird
the author
Dr. Simon Meisch
Simon Meisch

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies – IASS) in Potsdam. Seit 2020 arbeitet er am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Seine Schwerpunkte sind Ethik und Konzeptionen nachhaltiger Entwicklung, Ethik und Methodologie der Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung, Ethik der Wasserforschung und -governance.

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