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Sonntag, 21. Oktober 2018
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Was die Institutionenökonomie von der Ungleichheitsforschung lernen könnte
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Was die Institutionenökonomie von der Ungleichheitsforschung lernen könnte

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff "institutionelle Komplementaritäten"

14 Seiten · 2,86 EUR
(September 2016)

 
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Aus der Einleitung:

"Institutional complementarities" ist einer der zentralen Begriffe in der international vergleichenden Institutionenökonomie. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterscheidung zwischen "liberalen" und "koordinierten Marktökonomien" in Peter Halls und David Soskices (2001) "Varieties of Capitalism" und wird in der Debatte über typische Varianten kapitalistischer Gesellschaften immer wieder und mit wechselnden Interpretationen aufgegriffen. Im Folgenden will ich einen Blick auf den Begriff und die Debatte werfen, der insofern unüblich ist, als er von "außen" kommt, von einer Problemstellung her, die in der Institutionenökonomie zunächst keinen Platz zu haben scheint.

Dabei geht es um eine zentrale Frage der soziologischen Ungleichheitsforschung. Wie ist es möglich, dass sich soziale Ungleichheiten über unterschiedliche Dimensionen und "Funktionssysteme" des gesellschaftlichen Zusammenlebens hinweg ausbreiten und dabei verstärken können? Der Begriff der "institutionellen Komplementaritäten" ist für eine Antwort auf diese Fragen insofern vielversprechend, als er in einem anderen Zusammenhang, dem der international vergleichenden Institutionenökonomie, ein vergleichbares Problem angeht: Unter welchen Bedingungen ergänzen sich die Institutionen verschiedener, für die strategischen Entscheidungen von Unternehmen wichtiger gesellschaftlicher "Sphären" in einer Weise, dass sie sich in ihren Wirkungen wechselseitig verstärken?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der Autor
Prof.Dr. phil. habil. i.R. Martin Kronauer
Martin Kronauer

Professor i. R. für Gesellschaftswissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin