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Was können wir von anderen Ländern lernen ?
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Was können wir von anderen Ländern lernen ?

12 Seiten · 2,88 EUR
(05. Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Was kann die Wirtschaftspolitik aus den Erfahrungen anderer Länder lernen? Diese Frage ist von höchstem Interesse für Politiker, die immer auf der Suche nach einem „guten Tipp“ sind. Diese Frage ist aber auch von höchstem Interesse für Wirtschaftswissenschaftler, die aus dem internationalen Vergleich Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen institutionellen Arrangements und Wirtschaftsentwicklung ziehen können. Aber allzu schnell wird der wirtschaftliche Erfolg einzelner Länder auf spezifische Institutionen unter Vernachlässigung der Wirkung anderer Faktoren zurückgeführt. So wurde das „holländische Wunder“ in der Bundesrepublik als Beleg für die notwendige Deregulierung des deutschen Arbeitsmarktes herangezogen, obwohl der niederländische Arbeitsmarkt selbst nach der Deregulierung stärker reglementiert ist und die Transfers in Holland auch nach den Kürzungen großzügiger sind als es in der Bundesrepublik je der Fall war. In jüngster Zeit wird Dänemark, der „nordische Stern“, als Beispiel für die Bundesrepublik genannt. Der minimale Kündigungsschutz Dänemarks wird isoliert herausgegriffen (so genannte Flexicurity) und unerwähnt bleibt dabei, dass Dänemark eine der höchsten Staatsquoten hat, die ansonsten gerne als „Wachstumskiller“ identifiziert wird.

Ähnlich verhält es sich mit den Wirkungen von Lohnverteilungen und Beschäftigung. Da die USA bekanntermaßen eine sehr viel gespreiztere Lohnverteilung aufweisen und gleichzeitig höhere Beschäftigungsgewinne erzielten als viele europäische Länder und vor allem als Deutschland, wurde zur Behebung der Beschäftigungsschwäche in der Bundesrepublik eine gespreiztere Lohnverteilung als „Allheilmittel“ empfohlen. Mit Hilfe des transatlantischen Vergleichs glaubte man, den „Equity-Efficiency Tradeoff“ zwischen Beschäftigung und Gleichheit nachgewiesen zu haben (vgl. Siebert 1997 für ein Prototyp-Paper).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel
Gerhard Huber, Hagen Krämer, Heinz D. Kurz (Hg.):
Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel
the author
Prof. Dr. Ronald Schettkat
Ronald Schettkat

ist seit 2004 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wuppertal, Schumpeter School of Business and Economics. Zuvor war er Full-Professor an der Universität Utrecht (Niederlande), Senior-Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin und Gastprofessor an mehreren Universitäten in den USA und Europa. 2003/2004 war er Fellow im Economics-Team der Russell Sage Foundation in New York.

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