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Was kostet Angst ?
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Was kostet Angst ?

Eine neuroökonomische Studie zum Home-Bias

19 Seiten · 4,38 EUR
(September 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Die gesetzliche, umlagefinanzierte Rentenversicherung wird in Zukunft nicht mehr in der Lage sein, den Lebensstandard im Alter zu sichern. Damit wird es künftig insbesondere für die jüngeren Bürger notwendig, private Altersvorsorge zu betreiben. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass dies ökonomisch sinnvoll geschieht, ist es, dass Anleger sich rational verhalten und effiziente Anlagestrategien verfolgen. Betrachtet man vor diesem Hintergrund das tatsächliche Anlegerverhalten, so fällt auf, dass Anleger in der Realität zahlreiche systematische Fehler bei der Kapitalanlage begehen. Einer dieser systematischen Fehler ist der so genannte Home-Bias. Er beschreibt das Phänomen, dass inländische Anleger einen suboptimal großen Teil ihres Vermögens in heimische Wertpapiere investieren. Dieses Phänomen wurde in mehreren empirischen Studien nachgewiesen, wobei sein Ausmaß zwischen verschiedenen Ländern leicht variiert. So berichten beispielsweise Tesar und Werner, dass im Jahre 1996 die Anteile inländischer Wertpapiere bei privaten Investoren in den USA bei 90%, in Großbritannien bei 77,5%, in Japan bei 94,7%, in Kanada bei 88,8% und in Deutschland bei 81,8% lagen. Der Home-Bias ist somit nicht spezifisch für Deutschland, sondern findet sich in allen entwickelten Industrieländern. Man kann daher vermuten, dass ihm eine kulturübergreifende Ursache zugrunde liegt.

Die ökonomischen Folgen des Home-Bias sind gravierend: Nach einer Studie von Gerke et al. (2005) führte er dazu, dass deutsche Anleger im Zeitraum von 1980-2001 auf etwa 5% Rendite pro Jahr verzichtet haben, die sie bei einer optimalen Anlagestrategie hätten realisieren können. Die zentralen Fragen, die sich aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive stellen und in diesem Artikel diskutiert werden sollen, sind: warum verhalten sich Anleger so? und: wie kann man diesem „Fehlverhalten“ entgegenwirken?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neuroökonomie
Birger P. Priddat (Hg.):
Neuroökonomie
the authors
PD Dr. Peter Kenning
Peter Kenning

Lehrstuhl für BWL, insbesondere Distribution und Handel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

[weitere Titel]
Peter Mohr

Dipl. Kfm., Lehrstuhl für BWL, insbesondere Distribution und Handel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

[weitere Titel]
Dr. Hilke Plassmann
Hilke Plassmann

Division of the Humanities and Social Sciences, California Institute of Technology, 1200 E California Boulevard, Pasadena, CA, 91125 (USA)