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Monday, April 22, 2019
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Was von Humboldt noch zu lernen ist
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Was von Humboldt noch zu lernen ist

11 Thesen

8 Seiten · 2,38 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Der Humboldt-Mythos ist tot. Es lebe Humboldt. Bei allen größeren Debatten über die deutsche Universität wird wie eine Monstranz vorangetragen, was man von Wilhelm von Humboldt zu wissen meint: Da fallen dann Schlagworte wie «Einheit von Forschung und Lehre» oder «Universitas litterarum» – in Wahrheit eher Pseudo-Humboldt- Formeln. Humboldt intendierte niemals «Einheit von Forschung und Lehre» in dem Sinne, dass jeder Professor ungeachtet seiner jeweiligen Talente je zur Hälfte forschen und lehren sollte – dem preußischen Kultuspolitiker ging es vielmehr um das Individuum und seine spezifische Begabung. Mit dem alten Stichwort «Universitas litterarum» konnte Humboldt nicht sehr viel anfangen: Er wollte nicht die streng in Fakultäten getrennte Universität der Barockzeit und intendierte sicherlich auch nicht das in Disziplinen segmentierte und Kleinstfächer wie Spezialstudien zerrissene Fächersammelsurium der heutigen Universität. Er wünschte sich vielmehr eine gemeinsame Bemühung von Lehrenden und Studierenden um das Ganze, selbst wenn das in der Wissenschaft noch nicht aufgefunden ist und auch nie aufzufinden ist (vgl. dazu auch These 4). Heute sollten endlich die Pseudo-Humboldt-Formeln außer Gebrauch kommen! Die originalen Gedanken Wilhelm von Humboldts (und seines Bruders Alexander) sind viel zu spannend, als dass man sich mit schlechten Referaten aus Sekundär- und Tertiärliteratur begnügen könnte!


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Die Aufgabe der Bildung
Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.):
Die Aufgabe der Bildung
the author
Prof. Christoph Markschies
Christoph Markschies

geboren 1962 in Berlin, Studium der evangelischen Theologie, klassischen Philologie und Philosophie in Marburg, Jerusalem, München und Tübingen. Professuren in Jena und Heidelberg, seit 2004 Professor für Ältere Kirchengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie von 2006 bis 2010 Präsident der Universität. Ehrendoktorate in Sibiu und Oslo. Mitglied diverser Akademien, seit 2012 Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Fellowships in Berlin, Jerusalem, Oxford und Princeton. Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung.