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Weg vom Ökonomischen?
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Weg vom Ökonomischen?

Die kulturwissenschaftliche Option betriebswirtschaftlicher Forschung

29 Seiten · 4,15 EUR
(15. August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Einleitungsthesen

Die moderne Ökonomik als wissenschaftliche Wahrnehmung des Wirtschaftens unter den Bedingungen der kapitalistischen Industriegesellschaft transportiert ein Bündel imaginärer Bedeutungen1 wie Isolierbarkeit individueller Nutzenmaximierungskalküle, Input-Output-Effizienz, Monetarisierbarkeit von Werten etc. Sie imaginiert auch einen pathetischen Begriff von Freiheit, wobei sie die Sicherung der Freiheit bemerkenswerterweise auf die Plattform der Rahmenbedingungen setzt.

Die Soziologie als wissenschaftlicher Versuch, Struktur- und Entwicklungsmuster von Gesellschaft als Ganzem zu erfassen, setzt die Möglichkeit, dies könnte gelingen, als ihre zentrale Imagination. Sie transportiert damit mindestens implizit das Risiko, gesellschaftliche Konsistenzen und gesellschaftliche Prägungen oder gar Determinationen singulären Handelns und Verhaltens übermäßig zu betonen.

Der kulturwissenschaftliche Blick auf Ökonomie und Gesellschaft könnte, so die Vermutung dieses Textes, die imaginären Bedeutungen, denen das Wirtschaftsleben und darunter das Handeln von Unternehmen tatsächlich folgt, rekonstruieren und freilegen als aus vorgängigen Konstruktionen handelnder Individuen und Kollektive gewachsen. Er würde damit aufklären für mögliche Modifikationen oder gar Zerstörungen bestehender imaginärer Bedeutungen, also für Innovationen im echten Sinne.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
Forschungsgruppe Unternehmen und gesellschaftliche Organisation (FUGO):
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
the author
Prof. (i. R.) Dr.  Reinhard Pfriem
Reinhard Pfriem

nach Kindheit und Jugend in Wuppertal Studium von Philosophie und Politikwissenschaft in Westberlin und Wirtschaftswissenschaften in Bochum. Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal und Habilitation an der Universität St. Gallen. Ab 1985 Initiator und geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Westberlin, ab 1991 zunächst Lehrstuhlvertretung, dann bis zur Pensionierung Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und Betriebliche Umweltpolitik an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg.

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