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Welche Qualifikationsanforderungen für welche Dienstleistungsgesellschaft?
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Welche Qualifikationsanforderungen für welche Dienstleistungsgesellschaft?

20 Seiten · 4,27 EUR
(09. Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Die kontinentaleuropäischen Wohlfahrtsstaaten, innerhalb derer die Bundesrepublik gemäß sozialwissenschaftlicher Klassifizierung einen Prototyp darstellt, befinden sich gegenüber den angelsächsischen wie den skandinavischen Gesellschaftsformationen in der Krise. Gegenüber diesen Spitzennationen weist Deutschland bei allen maßgeblichen Indikatoren wie Wachstumsraten, Beschäftigungsquoten insgesamt, Frauenbeschäftigung, aber auch bei den insgesamt geleisteten Bildungsausgaben gemessen am jeweiligen BSP wie auch bei den Pro-Kopf-geleisteten Stunden im tertiären Bereich Rückstände auf. Wirtschaftliches Wachstum und die Bildung von Humankapital hängen von zahlreichen Faktoren ab und sind nicht monokausal erklärbar.

In dieser Arbeit soll versucht werden, einige grundsätzliche Zusammenhänge des Wechselverhältnisses zwischen Tertiarisierung und im Wesentlichen durch bildungspolitische Entscheidungen geformtem Humankapital, bzw. zukünftigen Qualifikationsanforderungen für die Bundesrepublik, aufzuzeigen. Immerhin umfasst der Dienstleistungssektor fast 70 % aller Beschäftigten in der Bundesrepublik. Zum einen werden spezifisch die personenorientierten Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Frauenbeschäftigung betrachtet. Zum anderen werden die höherqualifizierten Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Hochschulbildung genauer analysiert. Es wird an den gewählten Schwerpunkten deutlich, dass moderne Dienstleistungsproduktionen immer gesellschaftliche Voraussetzungen haben und letztlich nur modellhaft unterteilt werden können. Die Probleme, die sich für das duale System der Berufausbildung mit der zunehmenden Tertiarisierung ergeben, werden bewusst ausgeklammert.

Wenn die Bundesrepublik gegenüber verschiedenen Staaten einen Rückstand (bei der Produktion unterschiedlicher Dienstleistungen) aufweist, dann sind nicht nur unterschiedliche Wege zur Verbesserung von Wachstum und Humankapital beschreitbar, ja sie werden bei einer realistischen Betrachtungsweise, die eine vollständige Übernahme eines einzigen Modells ausschließt, begangen werden müssen. Anders oder positiv formuliert, die Bundesrepublik kann versuchen, Bestandteile erfolgreicher Staaten bei ihrem Prozess „des Aufholens“ soweit wie möglich oder politisch erwünscht, zu übernehmen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
the author
Dr. Dominik Haubner

Mitarbeiter beim Netzwerk Europäische Lernprozese.

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