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Wem dienen Unternehmen? Moderne Investitionstheorie – eine Ausweitung des Kapitalbegriffs
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Wem dienen Unternehmen? Moderne Investitionstheorie – eine Ausweitung des Kapitalbegriffs

58 Seiten · 8,76 EUR
(21. März 2013)

 
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Fazit

Die zu Anfang eröffnete Suche nach einer möglichen Grundlage für die Legitimierung von Unternehmensentscheidungen gegenüber der breiten Bevölkerung kann durch eine differenziertere Kapitalsichtweise innerhalb der Investitionstheorie beendet werden. Es ist möglich, durch diese Sichtweise sowohl die Mitarbeiter als auch die Gesellschaft zu Shareholdern zu erheben. Die neuen Shareholder erlangen sämtliche Rechte, die auch der bisherige Aktionär innehatte. Über das Stimmrecht in der Hauptversammlung der Unternehmungen und der Stellung eines Teils des Aufsichtsrates, ist es möglich, dass Unternehmen sich für die von ihnen als entity of its own getroffen Entscheidungen rechtfertigen müssen.

Dennoch ist die Legitimierung gegenüber Shareholdern nicht als stark anzusehen, da die Shareholderposition über die bereits genannten Nachteile verfügt. Allerdings ist eine schwache Legitimationsgrundlage besser zu bewerten als keine Grundlage. Ein weiterer Vorteil dieses Konzeptes ist die mögliche Internalisierung von Externalitäten aufgrund gestiegener Eigenkapitalkosten für die Unternehmung. Dennoch sind in dem Ansatz noch einige Schwächen enthalten. Dreh- und Angelpunkt des Konzeptes ist die Messbarkeit der Kapitaleinsätze. Hier sind noch keine gängigen Theorien vorhanden, die eine solche ermöglichen könnten. Nach der Messung, ist die Bewertung der zweite schwierige Punkt, denn die Kapitaleinsätze müssen in die Kommunikationseinheit der Unternehmung übersetzt werden, um eine Verarbeitung in der finanzgetriebenen Firma zu ermöglichen. Ohne eine fundierte Grundlage dieser Messungen und Bewertungen ist eine Umsetzung in der Praxis unmöglich.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Konzept es nicht schafft die Stakeholder-Shareholder-Problematik aufzulösen, denn auch wenn die Gesellschaft nun Legitimationsansprüche hat, ist es unmöglich, hierdurch die einzelnen Stakeholderansprüche durchzusetzen. Allerdings war dies auch nicht der Anspruch der Arbeit, wenngleich durch dieses Konzept die Fronten ein wenig mehr zusammenrücken. Die vorliegende Arbeit kann als Grundstein zu einer ausgeweiteten Investitionstheorie verstanden werden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Zu wenig Kapitalismus?
Birger P. Priddat (Hg.):
Zu wenig Kapitalismus?