sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Monday, August 19, 2019
 Startseite » Ökonomie  » Arbeit, Geld, Kapital, Produktion & Preise  » Arbeitsmarkt & Beschäftigungspolitik 
Weniger Arbeitslose durch mehr Wachstum?
Downloadgröße:
ca. 265 kb

Weniger Arbeitslose durch mehr Wachstum?

Zum Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Deutschland

35 Seiten · 5,22 EUR
(Februar 2007)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung des Herausgebers:

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Wachstum und Beschäftigung? Diese alte Frage aus dem Katalog magischer Vielecke der Wirtschaftspolitik ist im Zuge der amerikanischen Beschäftigungserfolge auch in Deutschland wieder neu gestellt worden. Gemeinhin wird in Deutschland von einer Entkoppelung von Wachstum und Beschäftigung gesprochen, während dieser Zusammenhang für die USA offenbar nicht gilt. Jobless growth ist das entsprechende wirtschaftspolitische Schlagwort. Schalk geht der Frage empirisch nach, indem er Beschäftigungsschwellen identifiziert als das Wachstum der Produktion, bei dem die Beschäftigung sich nicht verändert. Für Deutschland liegt sie bei 2% gegenüber 0% in den USA. Die Rate, mit der Arbeitslosigkeit abgebaut wird, wenn die tatsächliche Wachstumsrate die Beschäftigungsschwelle überschreitet – mithin der Okun-Koeffizient – ist in Deutschland von 0,31 noch während der siebziger Jahre auf aktuell 0,57 gestiegen. Ein Wachstum von 1% oberhalb der Beschäftigungsschwelle reduziert somit in der Bundesrepublik die Arbeitslosigkeit um fast 0,6% und ist damit genau so beschäftigungswirksam wie in den USA. Der Rest, 40%, verpufft in den USA wie in Deutschland in einer Zunahme der Produktivität. Von einer Entkoppelung von Wachstum und Beschäftigung könne nach alldem, so Schalks Resümee, nicht gesprochen werden. Vielmehr sei der gestiegene Okun-Koeffizient ein deutliches Indiz für die Notwendigkeit und die Möglichkeit einer beschäftigungsstiftenden wachstumspolitischen Nachfragestrategie.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Weniger Arbeitslose – aber wie?
Detlev Ehrig, Peter Kalmbach (Hg.):
Weniger Arbeitslose – aber wie?
the author
Prof. Dr. Hans Joachim Schalk

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster