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Donnerstag, 20. September 2018
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Wenn der Politikberatung die konzeptionelle Grundlage fehlt!
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Wenn der Politikberatung die konzeptionelle Grundlage fehlt!

20 Seiten · 3,58 EUR
(Oktober 2005)

 
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Aus der Einleitung:

Der „Markt für Politikberatung“ ist ziemlich undurchsichtig. Nach meiner Kenntnis ist er bis in die letzten Jahre hinein ständig gewachsen. Das wachsende Angebot, bestehend aus Beratungsgesellschaften, Wissenschaftlern, Interessenvertretern, ehemaligen Politikern u.a.m., bringt z. T. seine Nachfrager mit oder sucht sie sich selbst, ähnlich wie auf dem Markt für Gesundheitsleistungen. Diese Märkte tendieren zu einer Überversorgung und nicht zu einem Gleichgewicht. In den Ministerien, Verwaltungen und sonstigen Bürokratien werden steigende Beträge für gutachterliche Beratungstätigkeit ausgegeben. Die rapide Wissensexpansion auf allen Gebieten verlangt einerseits geradezu nach Fachinformationen von außen, die in diesen Organisationen nicht vorhanden sind. Es gibt aber auch in den Ministerien Verantwortliche, die allzu leicht Gutachten vergeben, obgleich in ihrem Haus die entsprechenden Fachkräfte vorhanden sind, die eigene Untersuchungen durchführen könnten .

Wir schätzen, dass mehr als 50 Prozent der extern erstatteten Gutachten kaum Bedeutung für die Lösung der angestrebten Aufgabe erlangen. Deshalb kommt es darauf an, von vorn herein die Qualität der Beratungstätigkeit besser zu beurteilen. Vielfach ist es leider so, dass der Auftraggeber – gerne, allzu gerne – in dem Gutachten das zu lesen wünscht, was er selbst vor- oder angedacht hat, um sich dann in seinen (Vor)-Urteilen bestätigt zu fühlen. Das bringt uns in allgemeinen jedoch nicht weiter. Ganz entscheidend ist es die Qualität der Beratungstätigkeit von Anfang an zu verbessern und das heißt, es darf nur solche Beratung akzeptiert werden, die nachgewiesenermaßen über ein hohes wissenschaftliches, d.h. theoretisch fundiertes Niveau verfügt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Glanz und Elend der Politikberatung
Uwe Jens, Hajo Romahn (Hg.):
Glanz und Elend der Politikberatung
Der Autor
Prof. Dr. Uwe Jens
Uwe Jens

† 20. März 2013, Honorarprofessor an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, langjähriger Sprecher für Wirtschaftspolitik in der SPD-Fraktion, Vorstandsvorsitzender des Instituts für beratende Sozial- und Wirtschaftswissenschaften – Gerhard Weisser-Institut.

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