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Wert und Unwert des Wachstums
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Wert und Unwert des Wachstums

28 Seiten · 3,40 EUR
(11. Januar 2013)

 
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Abstract:

Wirtschaftliches Wachstum erscheint aus Sicht der etablierten Ökonomie als unerlässlich und alternativlos. Dabei trägt fortdauerndes Wachstum des Sozialprodukts im Rahmen des etablierten Wirtschaftssystems zwar dazu bei, die Funktionsfähigkeit des Marktes zu erhalten; die daraus resultierenden sozialen und ökologischen Schäden überwiegen jedoch mittlerweile jedenfalls in den Industrieländern den Nutzen, der durch stetig steigendes Wachstum gestiftet wird. Der Nutzen, der aus der Produktion zusätzlicher Güter resultiert, ist jedoch letzten Endes der entscheidende Faktor, der über den wirklichen "Wert und Unwert" des Wachstums entscheidet. Diese These wird anhand von drei Argumenten belegt. Erstens: Das Sozialprodukt trügt. Es verspricht mehr, als es halten kann. Es sagt etwas über die kommerzielle Leistung aus, ist aber ein unzureichender Indikator für Wohlstand und Lebensqualität. Es repräsentiert nicht alle Aspekte, die dafür herangezogen werden müssen und sagt auch nichts darüber aus, welche und wessen Bedürfnisse nicht befriedigt oder gar eingeschränkt werden ? etwa freie Lebenszeit und Aspekte einer umfassenden Lebensqualität. Zweitens: Der Wohlstand eines Landes steigt langsamer als das Sozialprodukt. Vielmehr sinkt der Nutzen des Wachstums tendenziell umso mehr, je höher das Niveau von Konsum und Produktion bereits ist. Drittens: Der Wohlstandseffekt der gesamtwirtschaftlichen Produktion bleibt unter seinen Möglichkeiten, wenn die daraus fließenden Einkommen ungleich verteilt sind. Die herrschende Tendenz zu Ungleichheit konterkariert die Wohlstandseffekte des Wachstums.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2012/2013
Holger Rogall, Hans-Christoph Binswanger, Felix Ekardt, Anja Grothe, Wolf-Dieter Hasenclever, Ingomar Hauchler, Martin Jänicke, Karl Kollmann, Nina V. Michaelis, Hans G. Nutzinger, Gerhard Scherhorn (Hg.):
Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2012/2013
the author
Prof. Dr. Ingomar Hauchler
Ingomar Hauchler

ist Professor für Wirtschaftswissenschaften und lehrte an der Hochschule Bremen. Er war Mitglied des Vorstandes und Kuratoriums der Stiftung Entwicklung und Frieden, Herausgeber und Autor des Jahrbuches Globale Trends. Ingomar Hauchler gehörte als Abgeordneter dem Deutschen Bundestag an. Er war Sprecher der SPD für Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft, zeitweise Mitglied im Finanzausschuss und im Auswärtigen Ausschuss. Er ist Mitglied der Grundwertekommission der SPD und des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie. Hauchlers Interesse gilt strukturellen Reformen der Wirtschaftspolitik, die neben sozialen Aspekten die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt rückt.

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