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Samstag, 23. Juni 2018
 Startseite » Umwelt  » Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit 

Wie viel Gleichheit ist gerecht?

Sozialethische Untersuchungen zu einem nachhaltigen und gerechten Klimaschutz

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · Band 23

530 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1246-9 (Dezember 2017 )

Gewinner des Nachhaltigkeitspreises der Selbach-Umwelt-Stiftung und von BenE München e.V. in der Kategorie Dissertation, 2017

 
 
Sebastian Kistler hinterfragt in seinem Buch die weit verbreitete Position, dass jeder Mensch ein gleiches Recht auf dieselbe Menge an CO2-Emissionen habe, und hält eine um demokratische Gleichheit erweiterte Schwellenwertkonzeption unter den Aspekten der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit für eine sinnvollere Alternative. Demnach sollte auch in der Klimapolitik das oberste Ziel sein, dass möglichst alle Menschen in globaler und intergenerationeller Perspektive oberhalb eines Schwellenwertes, der ein Leben in Würde ermöglicht, leben können. Die Definition des Schwellenwertes sowie der Umgang mit Emissionen, die zu Entwicklungssteigerungen oberhalb des Schwellenwertes führen, sollten in einem politischen Prozess, in dem sich die Beteiligten als Gleiche begegnen, entschieden werden. Zur Argumentation dieser These wird der Klimawandel als vielschichtiges Gerechtigkeitsproblem herausgestellt und die Frage beantwortet, ob und inwiefern es ethisch rechtfertigbar ist, in Form von Emissionszertifikaten ein Recht auf etwas auszusprechen, was andere nachweisbar schädigt. Nach einer Grundlegung globaler und intergenerationeller Klimagerechtigkeit werden die Unzulänglichkeiten eines verkürzten Egalitarismus aufgezeigt und stattdessen die Argumente der sogenannten "Non-Egalitaristen" für die Klimapolitik stark gemacht. Gestützt und verstärkt werden die Argumente durch das christlich-theologische Gerechtigkeitsverständnis.

Der Autor
Sebastian Kistler
Sebastian Kistler

geb. 1981, seit 2010 wiss. Mitarbeiter in Christlicher Sozialethik an der Universität Augsburg, am Aufbau des Masterstudiengangs Umweltethik in Augsburg beteiligt. Promovend in Christlicher Sozialethik bei Prof. Dr. Markus Vogt an der LMU München.

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