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Monday, July 22, 2019
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Wirtschaft als Wissenschaft?
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Wirtschaft als Wissenschaft?

Zwischen Paradigmenpflege und Aufbruch zu neuen Ufern

11 Seiten · 2,71 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Wer im Mittelalter Anspruch darauf erhob, Wissenschaftler zu sein, musste mit den Methoden der damals herrschenden Scholastik vertraut und insbesondere bibelfest sein. Aus Goethes Faust hat das Bildungsbürgertum bis heute die vier mittelalterlichen wissenschaftlichen Disziplinen im Bewusstsein: Philosophie, Medizin, Jura und Theologie. Der mittelalterliche Studienabschluss Magister hat in den vergangenen Jahren mit der Bologna-Reform wieder Einzug in die europäische Universitätslandschaft gehalten: im neuen Gewande als Master.

Wissenschaftliche Disziplinen wie die Mathematik und die Kameralistik, ein früher Vorläufer der heutigen Wirtschaftswissenschaften, dienten als Hilfs- oder Teilwissenschaften der vier genannten Fakultäten. Wie die Mathematik wurden die heutigen Natur- und Wirtschaftswissenschaften in der Philosophie verortet. Wer in den USA einen Doktortitel in Mathematik, einer Natur- oder Wirtschaftswissenschaft erwirbt, erhält auch heute noch den Titel Philosophical Doctor, kurz: PhD.

Nach dem Mittelalter hat die Aufklärung das wissenschaftliche Denken geprägt. Die Renaissance leitete, als Wiedergeburt antiker Gelehrsamkeit, beschleunigt durch den Untergang Ost-Roms und die Flucht vieler Gelehrter nach Westeuropa, eine neue Epoche ein und eröffnete Alternativen zu der stark von der Theologie bestimmten Wissenschaft des europäischen Mittelalters. Besonders die Naturwissenschaften blühten auf – und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch die Wirtschaftswissenschaften.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Die Aufgabe der Bildung
Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.):
Die Aufgabe der Bildung
the authors
Dr. André Presse
André Presse

1974 als Sohn eines Kraftfahrzeugmeisters geboren, gründete im Jahre 2000 das Softwareunternehmen KSL. Von 2005 bis 2009 promovierte er bei Götz W. Werner, von 2009 bis 2010 war er Chefvolkswirt der GLS Bank in Bochum, seit 2011 Postdoktorand am En- Technon Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), von 2012 bis 2014 Visiting Scholar am Yale Entrepreneurial Institute der Yale University in New Haven, USA. Seit 2014 ist er Assistant Professor an der University of Waterloo, Kanada, und seit Februar 2015 Juniorprofessor für Entrepreneurship, Technologiemanagement und Innovation an der Universität Bozen.

Götz W. Werner
Götz W. Werner

1944 in dritter Generation in eine Drogistenfamilie geboren, gründete im Jahre 1973 die Drogerie dm-drogerie markt und legte damit den Grundstein für eine führende Drogeriemarktkette in Deutschland und Europa. Von 2003 bis 2010 war er Nachfolger des Unternehmers Reinhold Würth auf dem Lehrstuhl für Entrepreneurship am Interfakultativen Institut für Entrepreneurship (IEP) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Er setzt sich immer wieder öffentlichkeitswirksam für eine humanere Form des Unternehmertums sowie für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein.