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Wednesday, April 24, 2019
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Wirtschaftssoziologie und Sozialökonomie: Positionsbestimmungen
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Wirtschaftssoziologie und Sozialökonomie: Positionsbestimmungen

29 Seiten · 3,96 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung:

In dem Beitrag von Andrea Maurer, der Wirtschaftssoziologie und Sozioökonomie verbindet, werden Positionsbestimmungen im Verhältnis von Wirtschaftstheorie und Wirtschaftssoziologie entwickelt. Die Frage, was das Spezifische der Wirtschaftssoziologie ausmacht und inwiefern sich die Wirtschaftssoziologie von der Wirtschaftstheorie unterscheidet, bzw. ob und wo sich beide treffen könnten, ist das Thema der Überlegungen.

Dazu rekonstruiert die Verfasserin den Vorschlag Max Webers, Wirtschaften als eine spezifische Form sozialen Handelns zu 'verstehen' und davon ausgehend Wirtschaftsinstitutionen zu erklären. Vor diesem Hintergrund lässt sich argumentieren, dass sowohl die Wirtschaftssoziologie als auch die Wirtschaftstheorie das 'Knappheitsproblem' bzw. den Begehr der Einzelnen nach Nutzleistungen in den Mittelpunkt rücken, dass die Soziologie aber darüber hinausgehend auch andere Abstimmungsprobleme erfassen und deren Bewältigung nicht nur unter Effizienzkriterien diskutieren kann. Vielmehr eröffnet eine handlungstheoretische Entschlüsselung von 'Abstimmungsproblemen' im sozialen Zusammenleben der Wirtschaftssoziologie verschiedene Problemfokussierungen und richtet den Suchscheinwerfer denn auch auf unterschiedliche soziale Lösungswege. Ohne für einen soziologischen oder einen ökonomischen Imperialismus eintreten zu müssen, lassen sich Grenzen zwischen der Wirtschaftssoziologie und der Wirtschaftstheorie bestimmen, aber auch darlegen, wie sich beide Disziplinen wechselseitig informieren können, und wie sie sich auch über empirische Ergebnisse hinsichtlich der Erfolgs- und Bestandsbedingungen verschiedener Institutionen oder Abstimmungsmechanismen im Wirtschaftsbereich austauschen können, und so zugleich einen gemeinsamen Theorien- und empirischen Wissensbestand aufbauen und verbessern können. Diese Möglichkeiten werden dann noch am Beispiel des modernen Unternehmens skizziert, das in der neo-klassischen Ökonomie weitgehend vernachlässigt und in der ?Neuen Institutionenökonomik? vor allem auf Kontrollprobleme und Kontrolllösungen bezogen wurde, während in der Soziologie ein gemeinsamer Problemfokus und auch Erklärungszuschnitt bis heute weitgehend fehlt, obwohl sich gerade die Institutionentheorie dafür bestens eignen würde.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Sozioökonomie
Gertraude Mikl-Horke (Hg.):
Sozioökonomie
the author
Prof. Dr. Andrea Maurer
Andrea Maurer

Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Wirtschaftssoziologie an der Universität Trier.

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