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Wirtschaftswachstum als Beschäftigungsgarant
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Wirtschaftswachstum als Beschäftigungsgarant

Eine empirische Bestandsaufnahme

21 Seiten · 3,62 EUR
(September 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland liegt seit vielen Jahren auf einem Niveau, das seit Kriegsende und seit der großen Weltwirtschaftsdepression um 1930 nicht mehr zu beobachten war. Die Arbeitslosigkeit nahm zwar im Jahr 2006 ab, und für 2007 ist mit weiteren Rückgängen zu rechnen, aber eine durchgreifende Besserung der Arbeitsmarktlage ist nicht in Sicht. So dürfte die durchschnittliche Arbeitslosenzahl im Jahr 2008 nach aktuellen Projektionen die 3-Millionen-Marke nicht unterschreiten. Die gesamte Unterbeschäftigung ist jedoch noch höher als die Zahlen der registrierten Arbeitslosen, denn es gibt eine beträchtliche Zahl von Personen, die Arbeit suchen, aber nicht arbeitslos gemeldet sind (Stille Reserve im engeren Sinne). Des Weiteren befinden sich viele Personen in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Maßnahmen, die sonst als Arbeitslose in Erscheinung getreten wären (Stille Reserve in Maßnahmen). Die gesamte Unterbeschäftigung – registrierte Arbeitslose plus stille Reserve – betrug im Jahresdurchschnitt 2006 rund 5,9 Mio. Personen. Außerdem waren rund 350 000 Personen in geförderten Beschäftigungsverhältnissen auf dem „zweiten Arbeitsmarkt“ tätig. Insgesamt dürften in Deutschland somit rund 6,3 Millionen wettbewerbsfähige reguläre Arbeitsplätze fehlen. Die Arbeitslosigkeit steht für eine Vergeudung von Humanressourcen sowie für den Verlust an ökonomischer Wohlfahrt und gesellschaftlicher Teilhabe. So werden die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit für das Jahr 2004 auf 86 Mrd. Euro geschätzt.

Die gesamtwirtschaftlichen Opportunitätskosten der Unterbeschäftigung – die Verluste an volkswirtschaftlicher Wertschöpfung – waren mit rund 250 Mrd. Euro weitaus höher. Dabei sind hier die Folgekosten, z.B. durch die Entwertung des brach liegenden Humankapitals und durch mögliche psycho-soziale und gesundheitliche Auswirkungen, noch nicht eingerechnet. Die Arbeitslosigkeit ist eine schwere Last sowohl für die Betroffenen als auch für die gesamte Gesellschaft.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wachstum, Wachstum über alles ?
Sven Rudolph (Hg.):
Wachstum, Wachstum über alles ?
the author
Dr. Eugen Spitznagel
Eugen Spitznagel

seit 1998 Leiter des Forschungsbereichs „Konjunktur und Arbeitszeit“ im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA). Forschungsfelder: kurzfristige Arbeitsmarktentwicklung im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang, Arbeitszeitforschung, gesamtfiskalische Kosten-Nutzen-Analysen für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, gesamtwirtschaftliches Stellenangebot und Besetzungsvorgänge bei offenen Stellen.