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Monday, June 17, 2019
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Wissenspromotion als Element von Wissensarbeit
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Wissenspromotion als Element von Wissensarbeit

26 Seiten · 3,57 EUR
(Februar 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Wissensmanagement kann in den Kontext von Wissensgesellschaft zugeordnet werden. Der Begriff Wissensgesellschaft berücksichtigt in der Gegenwartsgesellschaft nicht nur die technologische Basis, die für die Entwicklung der Industriegesellschaft entscheidend war, sondern die Bedeutung der neuen IuK-Technologien und ihre betriebliche Nutzung stehen im Vordergrund. Mit dem Begriff wird auf neue Formen der Wissensproduktion und -arbeit hingewiesen. Das entscheidende ist, dass Wissen zur bestimmenden Ressource in der Wirtschaft wird und mit wissensbasierten Dienstleistungen und Produktionsprozessen gleichgesetzt wird. In diesem Kontext wird seit Jahren versucht, mit der Entwicklung von Wissensmanagementansätzen den damit verbundenen Anforderungen an lernende Organisationsstrukturen und neuen Formen der Entwicklung von Kompetenzen der Mitarbeiter einen entsprechenden wechselseitigen Rahmen zu schaffen. Es geht folglich um Veränderungen im technologischen, wirtschaftlichen sowie kommunikativen Bereich durch die IuK-Technologien, aber auch der Bereich der Bildungsplanung selbst ist nicht mehr isoliert zu sehen, denn Wissen wird direkt in den Bereichen von Organisation und Arbeit als Kompetenzentwicklung eine bedeutsame Variable.

Wissensmanagement und Wissensarbeit treten in diesem Kontext aufeinander bezogen hervor. Unter Aspekten von Wissensmanagement steht die Organisation von Unternehmen hinsichtlich der Konzeption, Planung und des Einsatzes von Strategien, Verfahren und Instrumenten im Zentrum, die Wissen in Organisationen identifizieren, lokalisieren, aufbauen, verteilen und damit eine Transformation einleiten, so dass die stetige Weiterentwicklung der Organisation und ihrer Kompetenzen gewährleistet wird. In Abhängigkeit davon, wo jeweils der einzelne Fokus ansetzt, stehen folgende Veränderungen in den einzelnen gesellschaftlichen Dimensionen an:

- Wirtschaftssektor: der Übergang von der güterproduzierenden zu einer Dienstleistungsgesellschaft,

- Berufsstruktur: der Vorrang einer Klasse professionalisierter und technisch qualifizierter Berufe gegenüber zurückliegenden segmentierten Beschäftigungsmärkten,

- Axiales Prinzip: die Zentralität theoretischen Wissens als Quelle von Innovationen und Ausgangspunkt der gesellschaftlich-politischen Programmatik,

- Entscheidungsfindung: die Schaffung einer neuen „intelligenten Technologie“.

Wissensmanagement gehört in einen sich permanent ausdifferenzierenden Kontext, wobei bislang eine Fokussierung auf die Bestandssicherung von technologischem Wissen und dokumentierbarem Wissen dominierten. Der Fokus konzentrierte sich dabei auf Fragen des Managements von Daten, Informationen, Logistik und Steuerung. Wissen ist jedoch mehr als dieses, aber auch keine subjektive, beliebig konstruierbare Vorstellung. Wissen existiert als eine zeitliche Größe und ist ein stets aktueller Prozess, der nur durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure einer Organisation vollzogen werden kann, indem über die darin gegebenen „Wahrheiten“ intersubjektiv geteilte und überprüfbare Aussagen getroffen werden können. Diesem Fokus gelten zunehmend neuere Arbeiten und Konzepte zum Wissensmanagement, welche sich auf das nicht-technische Wissen und somit auf das Wissen der Mitarbeiter einschließlich ihrer Kompetenzen und Interaktionsformen richten. Gegenwärtig vorherrschende Perspektive ist, dass betriebliche Innovationsprozesse ohne eine klar geregelte Ordnung der betrieblichen Wissensbestände nicht möglich sein wird. Damit werden innerhalb von Wissensmanagement Personal- und Organisationsentwicklung bedeutsam. Veränderungen in den vier genannten Dimensionen beziehen sich neu aufeinander. Für den hier zu entwickelnden Kontext hat das zur Folge, dass das Wissen verschiedener fachlicher sowie professionsorientierter Berufe neben Managementstrategien für die Steuerung und Entscheidungen über Wissensmanagement in Organisationen zentral wird. Infolgedessen geraten sozusagen neue „Wissensklassen“ in den Fokus von Organisations- und Personalentwicklung, indem diesen erweiterte Handlungsmöglichkeiten in Organisationen eröffnet werden. In den letzten Jahren haben sich die Diskussionen über die Identifizierung und Generierung von Wissen ausdifferenziert, wobei nicht mehr nur angenommen wird, dass so genanntes Erfahrungswissen ausschließlich außerhalb des Bereichs von Bildungsplanung erzeugt wird.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensökonomie und Innovation
Manfred Moldaschl, Nico Stehr (Hg.):
Wissensökonomie und Innovation
the authors
Sandra Dengler

M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Berufsund Betriebspädagogik der Otto-von-Guericke-Universität, Projekte zu Projektmanagement, Wissensmanagement und Wissenspromotion, z.Z. als Trainerin in diesem Bereich tätig

Prof. Dr. Sybille Peters
Sybille Peters

Lehrstuhl für Berufliche Weiterbildung und Personalentwicklung, Institut für Berufs- und Betriebspädagogik der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Führungsnachwuchsentwicklung, Projekt- und Wissensmanagement, Professions- und Kompetenzentwicklung/ Management.